Wild Thing - Dämonische Gefährtin

Kapitel 1 - Gefangenschaft

 

Stew trommelte nervös auf der Tischplatte herum, während er zusammen mit seinem Kumpel Richie auf die Überwachungsmonitore starrte.

Sie beide arbeiteten als eine Art Soldaten in Ballygannon, einem Söldnerlager in Irland, in dem die Gestaltwandler auf Einsätze aus der übersinnlichen Welt warteten. Nein so ganz stimmte das nicht, Steward McFlann war der Boss der Söldner. Ihm oblag die Verantwortung für seine gesamten Männer, ebenso wies er auch den drei Einheiten die Aufträge zu.

Die magischen Wesen lebten weitgehend unerkannt unter den Menschen, mit ihrer eigenen Regierung, eigenen Regeln und natürlich den Beamten, die dafür sorgten, dass niemand aus der Reihe tanzte. Genau das war die Aufgabe von Stew und seinen Leuten, durchgeknallte Zauberwesen zur Räson zu bringen.

Dummerweise wurden ständig die Normalen in Mitleidenschaft gezogen, wenn eines dieser Geschöpfe gegen die Gesetze verstieß. Deshalb gab es neben dem riesigen Haus der Söldner ein Krankenhaus und ein Pflegeheim.

Die Technik und die Medizin ihrer Gesellschaft waren denen der Menschen absolut überlegen. Ihre Forscher hatten eine Möglichkeit gefunden, wie man Erinnerungen entfernte. Doch diese Operationen gingen nicht immer gut aus, dann verwandelten sich die Patienten in Zombies, wandelnde Leichen. Daher gab es ebenso ein Heim, in dem diese bedauernswerten Kreaturen bleiben konnten.

Mittlerweile gab es drei Teams, die die Außeneinsätze absolvierten, dazu kamen Richie, das Technikgenie, der sich um die Sicherheitsanlage und alle technischen Dinge im Hauptquartier kümmerte. Peter, der Kämpfer, der auch als Springer bei vielen Einsätzen agierte und eben Steward.

Stew stellte den begabtesten Hacker unter den Gestaltwandlern dar. Es gab keine Firewall, kein Sicherheitssystem, das ihm widerstand. Ebenso unterlag ihm die gesamte Organisation, er verhandelte mit der Regierung, wenn sie weitere Mittel brauchten, und trug die Verantwortung.

„Du machst mich wahnsinnig, musst du so rumzappeln?“, knurrte Richie, dabei sah er seinen Freund grimmig an.

Entschuldigend zuckte dieser mit den Schultern und zwang sich still sitzen zu bleiben, doch lange hielt er das nicht aus.

„Tut mir leid, ich kann mir kaum erklären, was los ist. Seit wir Emilys Sohn befreit haben, hab ich das Gefühl, dass irgendwas passiert“, bemerkte er leise.

Sein Kumpel lachte laut auf.

„Du bist der Nächste, herzlichen Glückwunsch. Wollen wir hoffen, dass deine Partnerin dir weniger Sorgen macht, als es bei den anderen der Fall war“, brachte der Techniker sein Verhalten auf den Punkt.

„Du denkst auch, dass unser Arzt Recht hat? Die Nervosität kündigt eine Gefährtin an?“, erkundigte Steward sich, dabei wusste er nicht genau, was er hören wollte.

„Ja, ich glaube an Gerrys Theorie. Logan war der Erste, der so rumgehampelt hat, dann kamen David, Gerry und Brian. Es besteht gar kein Zweifel, also geh mir nicht auf die Nerven, sondern freu dich lieber. Bist ja alt genug“, fügte er noch neckend hinzu.

Ehe Stew etwas antworten konnte, hielt eine schwarze Limousine mit getönten Fenstern vor dem Eingangstor. Irritiert sah er auf das Auto, denn diesen Schlitten kannte er. Es gab nur einen solchen Wagen, der des obersten Richters der magischen Welt. Ein Blick auf das Nummernschild bestätigte es ihm.

Die Gegensprechanlage surrte und eine Stimme erklang, die Steward auch den letzten Zweifel nahm.

„Hier ist Ronwe, ich möchte mit Steward und der ersten Einheit sprechen“, meldete sich der Erzdämon.

Richie nickte seinem Boss zu und kaum eine Sekunde später schwang das Tor auf.

„Hast du eine Ahnung, warum er herkommt?“, wollte der Techniker wissen, doch Stew zuckte nur mit den Schultern.

„Sollte es länger dauern, schicke ich dir jemanden“, damit verließ der Gepard den Überwachungsraum.

Im Flur rief er leise nach der ersten Einheit, die kurz darauf neben ihm vor der Haustüre stand. Sie alle besaßen ein mehr als perfektes Gehör, sodass niemand schreien musste, um sie zu erreichen.

Ronwe stieg aus seinem Wagen und die Gestaltwandler bemerkten verwundert, dass er seine üblichen Bodyguards und Berater nicht mitgebracht hatte.

„Ihr seid sehr leichtsinnig, Eure Lordschaft“, begrüßte David ihn, als der Richter bei ihnen ankam.

Erschrocken registrierten sie, dass der Erzdämon enorm erschöpft und besorgt aussah. Schnell machten sie ihm Platz, um ihn in Stewards Büro zu geleiten.

„Was können wir für Euch tun, Eure Lordschaft?“, wollte Stew wissen, als sie saßen.

„Ich komme zu euch als Freund, der Hilfe braucht, also lasst bitte die formelle Anrede weg“, bat er müde.

Einen Moment schloss er die Augen, als ob er Kraft sammeln müsse, dann sah er in die Runde. Hier versammelten sich die besten Männer und Frauen der Gestaltwandler.

Sein Blick glitt zu David, dem Wolf, der die erste Einheit leitet. Ein Kerl mit fotografischem Gedächtnis, der auch noch hochintelligent war. Neben ihm stand seine Gefährtin Emily, ein Mensch, doch trotzdem gab es kaum jemanden, der ihr das Wasser reichen konnte, wenn es darum ging, Schlösser, Türen oder Safes zu öffnen.

Brian, ebenso ein Werwolf, hatte ihr die Feinheiten beigebracht, denn sie verdiente ihren Lebensunterhalt mit Einbruch und Diebstahl, ehe sie David kennenlernte.

Sein Blick glitt zu Caitlin, einem Falken, die sich an Brian lehnte. Sie war eine Strategin durch und durch, außerdem hatte sie den großen Vorteil, dass sie in ihrer tierischen Gestalt fliegen konnte. Sie gehörte an die Seite des jungen Wolfs, was man deutlich sah.

Joleen, ein Jaguarweibchen, stand neben Logan, ihrem Mann, der sich ebenso in einen Jaguar verwandelte. Ihr Partner hatte sie gewandelt, weil sie sonst gestorben wäre.

„Ich brauche eure Hilfe“, begann Ronwe erneut, dabei sah er besonders auf Gerry und Lea.

Gerry hatte eine Ausbildung als Arzt, dadurch wusste er alles über Medizin, egal ob es sich um magische Wesen oder Menschen handelte. Der Luchs liebte Lea, einen Erdenengel, die, wie nicht anders zu erwarten war, als Krankenschwester arbeitete. 

„Wie können wir helfen?“, erkundigte sich der Engel sofort, während sie dem offensichtlich verzweifelten Mann etwas Trost schickte.

Allein mit ihrem Lächeln schaffte sie es, die Sorgen ihres Gegenübers leichter zu machen. Ihre speziellen Fähigkeiten lagen im Heilen und eben darin, den Wesen Hoffnung sowie Liebe zu geben.

„Meine Enkelin ist entführt worden“, ließ Ronwe die Bombe platzen.

Entsetzt hielten die Gestaltwandler und ihre Gefährtinnen die Luft an. Das war der Super-GAU schlechthin. Egal wer die Verwandte des obersten Richters in seiner Hand hatte, er besaß damit ein verdammt großes Druckmittel.

„Bitte erzähl uns alles, was du weißt“, bat David den Dämon leise.

Der alte Erzdämon schluckte schwer, in seinen Augen sah man, wie enorm seine Sorgen waren.

„Patricia ist als Späherin nach Deutschland geflogen. Sie arbeitet schon lange für unsere Regierung. Es kamen Gerüchte auf, dass die Kirche etwas über die Gesellschaft der magischen Wesen wüsste. Es wurde von Tag zu Tag schlimmer, und wie das so ist, jeder hat ein kleines bisschen dazu erfunden. Wir haben beschlossen, sie nach Berlin zu schicken. Dort sollte sie mit ihrer Suche anfangen. Es handelte sich nur um Vermutungen und niemand war in der Lage diese zu bestätigen. Aber die Gefahr war einfach zu groß, sodass wir nicht drüber weggehen konnten“, berichtete Ronwe, dabei standen ihm Tränen in den Augen.

Es war für ihn unverzeihlich, dass er selbst seine Enkelin dorthin geschickt hatte.

„Bitte, Eure Lordschaft, Ihr habt doch nur Euren Job gemacht“, bemerkte Lea und legte ihm eine Hand auf die Schulter.

Dankbar sah er den Engel an.

„Sie sollte nur herausfinden, was es mit diesen Gerüchten auf sich hat. Oder ob es jemanden gab, der uns wirklich verraten hatte. Es ist jetzt fast drei Monate her, seit ich das letzte Mal von ihr hörte. Unsere Späher und Verbündeten haben sie überall gesucht, heute kam ein Hinweis. Ein Geistlicher in Deutschland, besser gesagt in Limburg hat in einer Drogerie ein Päckchen Tampons gekauft, er wurde von unseren Leuten dabei beobachtet. Nach dem sicher war, dass Patricia nicht länger in Berlin ist, sind wir alle in Alarmbereitschaft“, setzte Ronwe den Bericht fort.

„Es ist möglich, dass es eine harmlose Erklärung gibt, nur sagt mir mein Instinkt, dass sich ein Priester kaum Tampons kauft. Zumal er bestimmt keine benötigt. Dieser Kerl ist einer der Exorzisten, die offiziell verleugnet werden“, fügte der Erzdämon schnell hinzu.

„Wir packen und machen uns gleich auf den Weg. Haben wir eine Wohnung in Limburg?“, erkundigte Logan sich, dabei sah er Steward an.

„Leider nicht, aber einer unserer Verbündeten wohnt knappe sieben Kilometer entfernt. Er besitzt ein großes Haus und hat magische Kräfte. Merlin wird euch aufnehmen“, antwortete der Gepard, der wieder auf seinem Schreibtisch trommelte.

„Du bleibst hier“, befahl der Jaguar seiner Gefährtin, die ihn wütend ansah.

„Wir brauchen jemanden, der uns die neusten Informationen durchgibt und hilft zu recherchieren. Außerdem sind die Kinder zu klein“, erinnerte er sie, ehe sie auch nur ein Wort herausbrachte.

„Ich halte die Stellung und passe ebenso auf Billy auf“, gab Jo nach, dabei merkte man ihr an, dass sie gar nicht so böse über diesen Befehl war.

Ihre Zwillinge waren erst im Januar geboren worden, darüber hinaus gab es noch Emilys Sohn, Billy. Er war ein Sonnenschein, der nach den Sommerferien in die Schule kommen würde.

„Danke“, flüsterte Emily, während sie die Freundin kurz an sich drückte.

Sofort machte sich die Einheit fertig, um schnellstmöglich abrücken zu können. Die Paare hatten Zimmer im Hauptquartier, wo sie die wichtigsten Dinge für einen Außeneinsatz aufbewahren, da sie ihre eigenen Häuser besaßen. Caitlin und Brian stellten eine Ausnahme dar, sie fühlten sich noch zu jung, um auszuziehen.

Nach einer guten Viertelstunde stiegen Brian, Cat, Patrick, Gerry sowie Lea in einen großen Van ein, während David, Emily und Logan sich in den Jaguar von Logan quetschten. Gemeinsam fuhren sie zum Flughafen, wo eine Privatmaschine der Regierung für sie bereitstand.

Offiziell gehörte der Flieger einer Firma, die sie den Söldnern zur Verfügung stellte, da diese ihnen schon mehrfach geholfen hatten.

Routiniert checkten sie ein und kurz darauf befanden sie sich in der Luft, wo sie eine erste Lagebesprechung abhielten.

 

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Patricia kauerte sich auf einer Pritsche zusammen, es war kalt, verdammt kalt. Sie trug lediglich eine schmutzige Jogginghose und den passenden, ebenso dreckigen Pulli. Seit sie vor drei Monaten nach Deutschland gekommen war, musste sie Dinge erleben, die sich in ihre Seele einbrannten, sodass sie diese Momente nie vergessen würde.

In ihren Augen glomm ein roter Funke auf, als sie an die vergangenen Wochen dachte, doch sofort erlosch der Anflug von Zorn. Sie resignierte, zog sich in sich zurück und hoffte, dass die Tür dieser Zelle nie wieder aufging.

Zitternd atmete sie durch. Es hätte ein Witz sein können, wenn es ihr nicht so extrem schlecht damit ging, aber der Exorzist und ein paar seiner Gehilfen wollten den Dämon in ihr austreiben. Zumindest war das seine Aussage, als er sie vor drei Monaten in Berlin in Gewahrsam nahm. Mittlerweile wusste sie allerdings, dass seine Helfer annahmen, sie sei bereits wieder zu Hause.

Sie erinnerte sich noch gut daran, wie ihr Großvater zu ihr kam. Sorgenfalten kräuselten sein Gesicht, denn es tauchten besorgniserregende Gerüchte auf, die besagten, dass ausgerechnet die katholische Kirche von der magischen Welt erfahren habe.

In ihrer Eigenschaft als Späherin flog sie in die deutsche Hauptstadt, traf sich zuerst mit verschiedenen Gattungen ihrer Art, darunter einem Nachtalb, einem Dämon und einem Vampir. Niemand konnte ihr etwas Genaues sagen, doch der Klatsch verstummte einfach nicht. Immer wieder hörte sie davon, dass ein Priester ein mystisches Wesen enttarnt hätte. Nur gab es keine Beweise für die Richtigkeit der Meldungen.

Zum Schein ging sie in die Kirche, ertrug einen Gottesdienst und sah sich vorsichtig nach einer Gelegenheit um, mit dem Geistlichen ins Gespräch zu kommen, allerdings bemühte sie sich vergebens.

Sie hielt den Kontakt zu ihren Leuten, aber auch von dort kamen keine klaren Hinweise, sodass sie schon überlegte, ob sie die Weihnachtsfeiertage nicht lieber zu Hause in Bulgarien verbringen sollte.

Endlich ergab sich, kurz vor Weihnachten die Möglichkeit, mit einem Pfarrer in Neukölln zu sprechen. Patricia hatte die Gabe die Gedanken jedes Wesens zu sehen, so gab es niemanden, der sie anlügen konnte. Ebenso wenig schaffte es ein Lebewesen, etwas vor ihr zu verheimlichen.

Bei dem Gespräch mit dem Geistlichen erfuhr sie, dass die Exorzisten von Trier und Limburg erwartet wurden. Deshalb beschloss, diesen Besuch abzuwarten, ehe sie sich endgültig entschied, wo sie die Feiertage verbringen wollte.

Bitter stieß sie den Atem aus, wie dumm diese Entscheidung gewesen war, sah sie ja jetzt. Seit fast drei Monaten saß sie in der Zelle, die nicht einmal ein Fenster besaß.

Kalte Steinmauern umgaben sie, die sich feucht und eisig anfühlten, dazu kam eine altersschwache Glühbirne, die an der Decke baumelte und Tag und Nacht brannte. Nicht, dass es für sie einen Unterschied machte, die Zeit las sie an den Strichen ab, die sie in den Pfosten des Bettes ritzte.

Sie hätte nie gedacht, dass es wirklich jemanden gab, der das tat, es fühlte sich irgendwie unwirklich an.

Einmal am Tag bekam sie etwas zu essen und zwei Flaschen Wasser, die man durch eine Klappe am Boden in ihre Zelle schob. Darüber hinaus besuchte der Priester sie fast jeden Tag.

In ihre Erinnerungen hinein öffnete sich die Tür, der Mann kam herein, als ob die Bilder in ihrem Gehirn ihn herbeigerufen hätten.

„Bist du immer noch nicht bereit zu weichen, Dämon?“, fragte der Kerl hart.

Patricia hob den Kopf und blickte ihm verständnislos ins Gesicht. Sie las in seinen Gedanken, dass er in ihr keineswegs einen bösen Geist vermutete, obwohl er an die Existenz solcher Wesen glaubte. Im Gegenteil, ihm gefiel die junge graziöse Frau, dummerweise verbot ihm das Zölibat jegliche sexuelle Handlung. Er entschuldigte sein Vorgehen damit, dass es ja niemand mitbekam und er darüber hinaus behauptete, dem Dämon die Stirn zu bieten. Sollte jemals jemand erfahren, dass er eine harmlose Frau in der Zelle unter dem Dom gefangenhielt, stellte das seine Rückversicherung dar, denn Exorzismen waren auch heute noch gang und gäbe.

Zu gerne hätte Pat aufgelacht, doch sie wusste, was kam und ihr war kaum zum Lachen zumute.

„Lassen Sie mich gehen, Sie wissen, dass in mir kein böser Geist ist. Ich möchte zu meiner Familie“, bat sie leise.

Eindringlich sah er ihr in die Pupillen, anschließend lachte er höhnisch auf.

„Glaubst du, Sohn des Asmodis, dass ich auf dein Theater hereinfalle? Mich führst du nicht hinters Licht“, rief er dröhnend aus.

Verzweifelt schloss sie die Augen, es gab kein Entrinnen aus dieser Hölle, egal was sie sagte, der Priester interpretierte es in seinem Sinne.

„Ich widerstehe dir auch dieses Mal“, fügte er hinzu, dann trat er vor sie und Gier blitzte in seinen wässrigen hellbraunen Iriden auf.

In seinen Gedanken las sie wie in einem offenen Buch, gleichzeitig musste sie die Abscheu unterdrücken, die sie schüttelte.

Vorsichtig zog Patricia sich, so weit es ging, auf ihrer Pritsche zurück, doch sie wusste, dass er einen Grund finden würde, sie zu missbrauchen.

„Ich fordere niemanden heraus. Es ist nur ihre eigene Geilheit, die sie zu widerlichen Handlungen treibt“, warf sie ihm wütend entgegen.

Die Dämonin in ihr ließ sich kaum noch zurückhalten, so viel Falschheit und Lüge stieß sie ab, sodass der Zorn in ihr hochkochte.

„Du schickst mir die Lust, die mich auf die Probe stellt. Aber auch dieses Mal werde ich nicht gegen meinen Eid verstoßen und mich in dem wunderschönen Frauenleib versenken. Ich beweise es dir, du Dämon“, rief der Priester hämisch.

Hektisch zog er die Hose herunter und sein erigiertes Glied sprang ihr entgegen. So oder so ähnlich ging es jedes Mal, wobei sie sich von Mal zu Mal mehr vor ihm ekelte.

Energisch packte er ihr Handgelenk, zwang sie ihn anzufassen, dabei starrte er ihr ins Gesicht.

„Na los, tu, wozu du hergekommen bist. Bring mich dazu, meinen Eid zu brechen“, verlangte er.

Seine Hand hielt ihre fest, drückte sie hart auf seinen Penis, rieb seinen Schaft und trieb ihn zum Höhepunkt. Tränen traten ihr bei der Demütigung in die Augen, doch er sah nicht mal hin.

Das erste Mal hatte sie sich geweigert ihn anzufassen, er ging und kam kurz darauf mit einem speziellen Weihwasser wieder. Dieses Wasser hatte man mit einer Chemikalie versetzt, die höllisch brannte. Patricia schrie vor Pein auf, als er ihr das Zeug über den Arm schüttete.

Tagelang schmerzte ihre Haut, war rot geschwollen und juckte anschließend, sodass sie es kaum aushielt. Danach traute sie sich nicht mehr, sich zu wehren.

Seine Hand bewegte sich schneller, presste ihre Finger fester um seinen steifen Schaft und ein Stöhnen entkam ihm. Der alte Mann atmete mit offenem Mund, Speichel tropfte heraus und zog eine Spur über seinen schwarzen Pullover. Beschämt wandte sie den Kopf ab, die ganze Situation war so extrem ekelig.

Endlich spritzte er ab, traf ihre Jogginghose, wie jedes Mal und putzte seinen Penis auch daran ab, dann zog er sich wieder an.

„Weiche Dämon, du siehst doch, dass du keine Chance hast“, bemerkte er, ehe er sich umdrehte, um die Zelle zu verlassen.

Patricia brauchte alle Kraft, um sich nicht zu übergeben, angewidert sah sie auf die graue Hose, die jetzt feuchte Spuren zierte. Tränen traten ihr in die Augen und sie wischte hektisch ihre Hand an der rauen Wand ab.

Warum fanden ihre Leute sie nicht endlich? Wieso half ihr niemand? Sie fühlte sich so besudelt, so unendlich alleine.