Leseprobe “Lustsklavin des Königs”

Merlin

 

Elise Gräfin von Liesingen lief unruhig in ihrem Gemach auf und ab. So etwas war ihr noch nie passiert. Da wagte es dieser ungehobelte Bauer sie doch abzuweisen. Elise kochte vor Wut.
Sie hatte schon seit einiger Zeit den Falkner auf der Fraudburg im Visier. Keiner außer ihrem Vater hatte irgendwelche Informationen über diesen Mann. Er kam als junger Bursche in den Dienst ihres Vaters, gerade als sie selbst noch ein Kind war. Doch ihr Vater hatte ihn unter seinen Schutz gestellt und niemand wagte zu fragen und so nahm Christian von Liesingen das Geheimnis um den jungen Falkner mit in sein Grab. Jetzt war Elise die Herrin über die Fraudburg und gestern hatte sie beschlossen dem Falkner auf den Zahn zu fühlen. Sie war also rüber zur Falknerei gelaufen und hatte gewartet bis alle den Raum verlassen hatten und nur Merlin übrig war. Leise war sie eingetreten und hatte ihn mit ihren grünen Augen abwartend angesehen. Doch Merlin reagierte nie so, wie andere Bediensteten. Er war einfach zu seinen Vögeln getreten und hatte sich weiter um sie gekümmert.
„Falkner, komm her“, hatte Elise herrisch gerufen und ihr Kinn nach oben gestreckt, so dass der Schleier ihrer Haube bis zu ihren Hüften fiel.
Unter diesem Schleier verbarg sie langes, glänzendes und in der Sonne golden schimmerndes Haar. Merlin drehte sich um und sah die Gräfin abschätzend an. Er fuhr sich mit der Hand durch sein schwarzes Haar und seine Augen funkelten unheimlich. Merlin trat einen Schritt näher und setzte seinen Falken auf einer Stange ab. Dann ging er zu der Gräfin rüber. Er diente jetzt ihr, doch es schmeckte ihm nicht.
„Wie kam es eigentlich, dass mein Vater dich in seine Dienste nahm?“ fragte Elise hochmütig.
Doch mit einem Blick in seine Augen, wusste sie, dass sie es falsch anfing. Dieser dunkle Mann faszinierte sie, aber er hatte noch nie Notiz von ihr genommen. Und auch jetzt senkte er nicht etwa ehrfürchtig den Kopf. Nein er musterte sie unverhohlen und mit einer Abscheu in seinen Augen, die Elise einen Schritt zurück weichen ließ.
„Wenn Euer verehrter Vater Euch diese Informationen nicht gab, werde ich es gewiss nicht tun, Elise.“
Damit drehte Merlin sich um und nahm sich einen prächtigen Uhu von einer Stange und verließ den Raum. Verdutzt starrte Elise ihm hinterher. Niemand hatte es je gewagt sie einfach so stehen zu lassen. Und so war sie ihm mit wehenden Röcken hinterher gelaufen und hatte ihn an seinem Wams festgehalten. Der Uhu wurde unruhig und Merlin sah sie aus seinen schwarzen Augen wütend an.
„Sagt mir, wer ihr wirklich seid und warum ihr daraus ein solches Geheimnis macht. Immerhin steht ihr jetzt in meinem Dienste“, schrie Elise, alles andere als damenhaft.
Merlin löste ihre Hand von seinen Kleidern und streifte mit der freien Hand sein Wams glatt. Dann sah er Elise tief in die Augen.
„Ich bin freiwillig hier, nicht weil ich Euer Eigentum bin. Vergesst das nie, Elise. Und wenn ihr nicht wollt, dass ich Euch diesen Vogel sofort übergebe und die Burg verlasse, dann lasst mich meiner Wege ziehen.“ Elise hatte nicht vor diese Eule, die sie schon anstarrte anzufassen und so hatte sie nur gestottert und hinter Merlin her gesehen.
Dann war sie tief beschämt in ihr Gemach zurück geeilt und hatte von ganzem Herzen gehofft, dass niemand Zeuge ihrer Demütigung geworden sei. Doch am nächsten Morgen als sie aus der Kemenate kam, hörte sie einige junge Dienstmädchen über den Vorfall tuscheln. Ihre Ehre war gekränkt und ihr Stolz verletzt, so sehr, dass sie sich sofort wieder auf ihr Zimmer zurück zog. Und jetzt sann sie über ihre Rache nach. So einfach würde sie diesen unverschämten Diener nicht davon kommen lassen.
Einige Tage gingen ins Land und Elise sammelte alles was sie über den Falkner zusammen bekommen konnte. Seine Eigenarten, seine Gewohnheiten, einfach alles was irgendwie wichtig erscheinen würde. Und dann begann sie ihren perfiden Plan in die Tat umzusetzen. Zuerst traf sie ihn mit einigen spitzen Bemerkungen, wenn er mit seinen Hilfsfalknern zusammen war. Dann ließ sie sich auf der Jagd einen Falken von ihm reichen und lächelte boshaft auf ihn runter.
„Ich hoffe für Euch, dass der Vogel etwas taugt. Sonst müsste ich ihn verkaufen.“
Sie sah wie es in Merlins Gesicht zuckte, leider interpretierte sie es völlig falsch. Hätte Elise doch nur ihre Nase einmal in die Geschäftsbücher ihres Vaters gesteckt, dann hätte sie wissen müssen, dass diese Drohung Merlin nur in Wut brachte und ihn nicht vor Schreck zusammen zucken ließ. Denn diese Vögel waren das Eigentum von Merlin und er hatte das Recht sie jederzeit von der Fraudburg zu entfernen. Doch Elise galoppierte mit dem Falken auf dem Handschuh hochmütig davon. Merlin sah sie an und ein schmaler Strich erschien dort wo normalerweise seine Lippen waren.
„Sie sollte es besser nicht übertreiben“, murmelte er leise und folgte der Jagdgesellschaft.
Durch einen Fehler Elises schlug der Falke nicht und kam unverrichteter Dinge wieder zu Merlin zurück.
„Sag mal zu was taugst du eigentlich Falkner?“ rief Elise laut und verzog angewidert das Gesicht.
Dann riss sie die Zügel herum und galoppierte davon. Merlin zuckte zusammen, als er sah, wie das Gebiss dem Pferd schmerzhaft ins Maul schnitt. Er konnte es nicht ertragen, wenn Tiere gequält wurden. Zärtlich strich er dem Falken über das Gefieder und murmelte beruhigende Worte. Elise wusste selbst nicht was sie da ritt, denn eigentlich wollte sie dem Falkner nichts Böses, ganz im Gegenteil. Nie hatte ihr jemand beigebracht, wie man mit einem Menschen umgehen sollte, in den man verliebt war. Liebe war in ihrer Erziehung nie ein Thema gewesen. Ihre Eltern waren nicht wirklich für sie da gewesen und in dem Kloster in das man sie gesteckt hatte, hatte man ihr nur beigebracht, wie adelige Damen mit Untergebenen umzugehen hatten. Oder eben mit potenziellen Heiratskandidaten. Aber heiraten kam für Elise nun gar nicht in Frage. Dann würde sie unter der Herrschaft ihres Mannes zu leiden haben und ihre heißgeliebte Freiheit aufgeben müssen Wütend über sich selbst und auch etwas verzweifelt stürmte sie in ihre Kemenate und zog sich die Reitkleidung vom Leib. Sie ließ sich für das bevorstehende Bankett ein traumhaftes grünes Kleid reichen, dass ihre Augen unterstrich. Heute Abend würde sie sich amüsieren, doch dann kam ihr wieder der Gedanke an den geheimnisvollen Falkner, Merlin. Hocherhobenen Hauptes ging sie in den großen Ballsaal und lächelte die Grafen und Gräfinnen an, die bereits auf sie warteten. Ihr Blick schweifte über die Gäste und Diener, doch den den sie zu sehen hoffte, der war nicht da. Wieso konnte dieser Mensch nicht einmal das tun, was alle anderen auch taten?
Alle waren im Ballsaal versammelt, aber es war nicht das erste Mal, dass Merlin sich den allgemeinen Pflichten entzog und einfach nicht erschien. Elise wank einen jungen Diener zu sich und beauftragte ihn sofort zu dem Falkner zu gehen und ihm zu sagen, dass er ihr heute Abend aufzuwarten hatte. Dann setzte Elise sich lächelnd zu ihren Ehrengästen und nickte dem Gesinde zu, dass man das Essen auftragen solle. Merlin hatte gerade seine Greife gefüttert und war im Begriff zum Haupthaus zurück zu kehren, als der junge Diener ihn anrief.
„Bitte seid mir nicht böse, Herr aber die gnädige Frau hat mir aufgetragen Euch zu holen, damit ihr, ihr heute Abend aufwarten könnt.“
Merlin sah den Diener freundlich an und schüttelte leicht den Kopf. „Keine Sorge, ich bin dir nicht böse, aber ich denke der jungen Gans muss Einhalt geboten werden.“
Er sagte er mehr zu sich selbst, als zu dem Diener, aber dieser zuckte sichtlich zusammen.
„Geh zu ihr und sag ihr, dass ich gleich erscheinen werde.“
Sofort eilte der Diener zurück, offensichtlich glücklich, dass er seiner Herrin keine schlechten Nachrichten würde bringen müssen. Hätte er allerdings Merlins diabolischen Blick gesehen, wäre er nicht so froh gewesen.
Langsam ging Merlin zu seiner Kammer und holte sich sein Gewand heraus, das er schon so lange nicht mehr getragen hatte. Allein diese Kleidung zeichnete ihn als hohen Herrn aus. Er war Ritter des Königs gewesen, als Elises Vater ihm das Leben gerettet und er gelobt hatte dem Grafen von Liesingen zu folgen. Was er erst später erfahren hatte, dass der Christian von Liesingen ihn nur zu seinem Gefolge geholt hatte, um ihm wieder das Leben zu retten. Aber jetzt war es an der Zeit aus der Versenkung hervor zukommen und seinen Feinden die Stirn zu bieten. Immerhin war er jetzt kein grüner Junge mehr.
Aber zuerst musste er Elise gegenübertreten und dieser Kampf würde ihm mehr Spaß machen als alles andere. Sie würde für jede ihrer spitzen Bemerkungen, mit Lust und mit Tränen bezahlen. Merlin wusste zu gut mit der Peitsche umzugehen. Er konnte damit strafen, erbarmungslos und hart, aber auch streicheln. Und er würde Elise noch in dieser Nacht mit Zuckerbrot und Peitsche unterwerfen.
Die Peitsche an seiner Seite ging er in die große Halle hinunter und bemerkte sofort, dass es sehr still wurde, als er den Saal betrat. An Elises Seite sah er seinen Großvater sitzen, den Bruder des Königs. Merlin lächelte, denn er wusste wohl, dass Herzog Lito nur wegen ihm hier war. Sie hatten sich schon am Vormittag heimlich getroffen. Umso erfreuter schaute der alte Mann als er Merlin in seiner ritterlichen Tracht sah.
Elise schluckte schwer, denn jetzt wusste sie, dass sie einen Ritter herausgefordert hatte. Und in den Augen Merlins stand deutlich das Versprechen, dass sie für jede Herausforderung würde zahlen müssen. Elise ließ einen Stuhl holen und trug ihren Kopf so hoch wie eh und je, doch Merlin merkte, dass sie unsicher war. Er setzte sich neben sie.
„Ihr wolltet wissen wer ich bin und wieso ich am Hofe Eures Vaters bin.“
Elise schluckte wieder schwer.
„Ihr seid es selbst Schuld, dass Ihr nicht behandelt wurdet wie es Euch geziemt. Hättet Ihr Eure Maskerade aufgegeben…..“
Merlin unterbrach sie sofort. „Wagt nicht über mich zu urteilen, ehe Ihr nicht wisst um was es geht. Ich warne Euch, Elise. Ihr habt genug auf dem Kerbholz und Ihr werdet für alles bezahlen.“
Ein Glitzern huschte über sein Gesicht, was Elise sofort bemerkte, nur konnte sie es nicht deuten und langsam kroch ihr die Angst über den Rücken. Als Merlin Herzog Lito herzlich umarmte und Großvater nannte, wurde Elise fast schlecht.
„Verzeiht Herzog Lito, dass ich Euren Enkel nicht sofort an die hohe Tafel geholt habe“, begann sie, doch der Herzog wank sofort ab.
„Wir wissen beide warum das nicht geschehen ist. Müßig darüber zu reden.“
Elise wurde rot und senkte das Haupt, sie würde ein Unwohlsein vortäuschen und sich schnellstens in die Sicherheit ihrer Kemenate zurück ziehen. Als sie aufstand, war Merlin schon neben ihr.
„Ihr zieht Euch jetzt schon zurück, Gräfin?“ fragte er leise.
Elise nickte. „Ja verzeiht hoher Herr, mir ist das Essen wohl etwas auf den Magen geschlagen. Aber bitte lasst Euch nicht stören.“
Damit wollte sie sich an ihm vorbei drücken und aus dem Saal fliehen. Doch Merlin hatte sie durchschaut.
„Ich werde Euch begleiten.“
Sein Ton duldete keinen Widerspruch. Und so akzeptierte Elise seinen Arm auf den sie ihre Hand legte. Im Flur wollte sie sich von ihm lösen und schnell die Treppe raufhuschen, aber Merlin hatte ihre Hand schon durch seine Ellenbeuge gezogen und hielt sie fest.
„Wir haben noch ein kleines Hühnchen miteinander zu rupfen“, sagte er mit einem süffisanten Lächeln.
Er zog sie an der Kemenate vorbei, ans andere Ende des Turms, wo seine Kammer war.
„Bitte es geziemt sich nicht, denkt doch an meinen Ruf“, flehte Elise, die jetzt richtig Angst vor ihm hatte.
Aber Merlin schüttelte nur den Kopf. „Ich bin Manns genug, Euren Ruf zu verteidigen, sollte jemand ihn in den Schmutz ziehen wollen.“
Damit zog er sie in die Kammer und schloss sorgfältig die Tür hinter ihr ab. Elise flüchtete sich in die hinterste Ecke des Raums und stand dort zitternd und trotzig.
„Kommt her“, befahl Merlin, doch Elise schüttelte nur den Kopf.
Vor Angst klapperten ihre Zähne, aber sie konnte und wollte ihren Dickkopf nicht aufgeben.
„Kommt her, hab ich gesagt.“ Merlins Stimme klang hart, aber wenn er nicht im Schatten gestanden hätte, hätte Elise das leichte Grinsen auf seinen Lippen sehen können.
Ihm machte dieses Spiel höllischen Spaß, zumal ihm Elise schon vor Jahren versprochen war und er wusste wie freundlich und hilfsbereit sie sein konnte.
„Vergesst es, ich mache dieses Spiel nicht mit“, rief sie mit dünner Stimme.
Merlin trat einen Schritt vor. „Wollt Ihr, dass ich noch böser werde?“ fragte er und konnte sehen, wie Elise zusammen zuckte.
Doch dann kam sie stolz zu ihm, blickte ihm in die Augen und hielt seinem Blick stand.
„Also gut, wenn Ihr denn eine wehrlose Frau züchtigen wollt, dann tut es. In der Tat habt Ihr allen Grund dazu.“ Angst ließ ihre Stimme zittern, aber sie wich keinen Schritt mehr zurück und hielt den Kopf hocherhoben. Merlin lächelte unmerklich, eine Frau mit Rückrat, die zu ihren Taten stand, wenn das mal nicht was Besonderes war. Er legte einen Finger unter ihr Kinn und sah ihr tief in die Augen.
„Du willst also wissen, wer ich bin?“ fragte er lächelnd.
Elise schloss kurz die Augen. „Ich denke, dass weiß seit heute jeder in diesem Schloss.“
Merlin schüttelte den Kopf. „Du denkst also, ich bin nur das was diese Kleider aus mir machen? Da täuscht du dich. Ich bin noch viel viel mehr. Knie nieder.“
Elises Augen weiteten sich vor Entsetzen. „Das wagt Ihr nicht.“
Doch in dem Moment packte Merlin Elise und drückte sie zu seinen Füßen auf den Boden.
„Du glaubst nicht was ich alles wage. Wer würde mich denn auch daran hindern wollen?“
Elise trug den Kopf immer noch hoch erhoben und sah ihn mit blitzenden Augen an.
„Diese Demütigung werde ich Euch nicht verzeihen“, zischte sie.
Sie war sich zu sehr bewusst, dass seine Hand immer noch auf ihrer Schulter lag.
„Wir werden sehen.“
Er sah ihr einen Moment tief in die Augen.
„Schade, dass dein Verstand scheinbar leidet, wenn du zurückstecken musst.“
Elise schluckte und hatte schon eine Bösartigkeit auf der Zunge, als Merlin ihr einfach nur den Finger auf die Lippen legte. Durch diese kleine Berührung sprang ein Funke auf und Elise beugte sich seinem Willen. Sie konnte die Magie regelrecht spüren, die jetzt zwischen ihnen war und auch den ganzen Raum erfüllte.
 „Du wirst erst wieder reden, wenn ich es dir erlaube, kleine Wildkatze“, begann Merlin und jetzt konnte sie ihn auch lächeln sehen.
„Ich werde dich mit auf meine Burg nehmen und egal was passiert, auf eines kannst du dich verlassen, ich werde dich immer beschützen.“
Er holte tief Luft und sah dieses eigensinnige Wesen zu seinen Füßen an.
„Aber ich werde dich auch bestrafen für jeden Fehltritt den du tust. Sei dir dessen immer bewusst.“
Elise nickte und sah ihn wie hypnotisiert an. Merlin hielt ihr seine Hand hin.
„Akzeptiere meine Hand und akzeptiere damit, dass ich dein Herr und Meister bin. Das du von Stunde an mir gehörst.“
Er konnte Elises Zögern spüren. Fragend blickten ihre Augen zu ihm hinauf, aber diesen einen Schritt würde sie selbst gehen müssen.
„Tue es freiwillig oder lass es, weitere Worte wird es zu diesem Thema vorerst nicht geben.“
Elise legte zitternd ihre Hand in seine und ließ sich auf die Füße ziehen. Merlin hielt ihre Hand einen Moment fest und sah sie einfach nur dann. Dann nahm er sie zärtlich in die Arme, als wolle er sie von der Außenwelt komplett abschirmen. Elise ließ ihren Kopf an seine Schulter sinken, dass war doch alles was sie wollte, die ganze Zeit. Sie hatte versucht mit ihm zu kokettieren, mit ihm zu flirten, ihn zu provozieren, ihn irgendwie auf sich aufmerksam zu machen. Nichts hatte gefruchtet.
„Jetzt bist du MEIN“, flüsterte Merlin in ihr Haar und sie konnte sein Lachen spüren und ihre Angst war wie weggeflogen.
Er schob sie nach kurzer Zeit ein wenig von sich.
„Dann wollen wir uns jetzt mal um deine Bestrafung kümmern.“
Elises Kopf schoss herum und sie sah ihn ungläubig an.
„Wieso? Ich meine was?“
Sie brachte keinen vernünftigen Satz heraus. Merlin lachte laut auf. „Glaubst du wirklich, dass ich mir deine Frechheiten alle so gefallen lasse? Das ich es ungestraft lasse, dass MEIN Eigentum die unter ihr stehenden mit Verachtung behandelt?“
Langsam schüttelte er den Kopf und ehe Elise sich versehen hatte, lag sie über seinem Knie und seine Hand sauste auf ihren Hintern hinab. Beinahe hätte sie sich durch ein Lächeln verraten, denn durch ihre Röcke war sie gut geschützt. Leider war Merlin auch nicht so dumm und in kürzester Zeit schlug er die Röcke hoch und seine Hand landete auf ihrem nackten Hinterteil.
„Bitte, mein Herr, bitte, das schickt sich nicht“, flehte Elise, die mehr Angst um ihren Ruf hatte, als um ihre Kehrseite.
Doch Merlin störte sich nicht daran und hieb ihr mehrfach herzhaft auf die Hinterbacken. Bis sich ihr Gesäß schön rötete und sie auch morgen noch etwas davon haben würde. Zärtlich streichelte er über die gerötete Fläche und Elise hörte auf zu zappeln. Jetzt versuchte sie seinen Zärtlichkeiten zu entkommen, denn sie war ihrer selbst nicht so sicher, wie sie nach außen vorspielte. Merlin hielt sie unerbittlich fest und seine Hand rutschte tiefer zwischen ihre Beine.
Elise hielt den Atem an, als er ihre Weiblichkeit berührte und spüren musste, dass sie nass war. In der Tat hatte diese Art von Züchtigung sie erregt. Elise schossen die Tränen in die Augen, sie schämte sich so sehr. Wie konnte eine Dame sich nur so fühlen? Bei solchen…..Dingen?
Merlin ließ sie von seinem Schoß rutschen und Elise wollte aus dem Raum laufen. Doch schon an der Tür hatte er sie eingeholt und zu sich herum gedreht. Verwundert strich er die Tränen von ihrer Wange.
„Tränen?“ fragte er und sah sie an.
Elise schloss die Augen und schüttelte den Kopf.
„Bitte ihr habt Eure Rache gehabt, jetzt demütigt mich nicht noch mehr und lasst mich gehen.“
In ihrer Stimme war keine Hochmut mehr. Merlin zog sie zurück in den Raum und setzte sich mit ihr auf das Bett.
„Was ist los, meine kleine Hexe? Nicht einen Ton habe ich von dir gehört, nicht ein Flehen, das ich dich doch verschonen soll. Oder gar das es dir wehtun würde.“
Jetzt war es um Elise geschehen, die Tränen rannten ihr übers Gesicht und sie schlug die Hände davor. Verzweifelt versuchte sie aus dieser Situation herauszukommen, aber da schien es keinen Ausweg zu geben. Nach einer Weile spürte sie die sanften Berührungen von Merlin, der sie immer noch im Arm hielt.
„Beruhige dich, mein Kleines, ich hab dir versprochen, dass ich auf dich aufpasse.“
Elise sah ihn aus verheulten Augen an.
„Aber seid Ihr denn nicht abgestoßen von mir?“
Ungläubig riss sie die Augen auf, als Merlin lachte und den Kopf schüttelte.
„Aber nein, wie kommst du denn auf solche Ideen?“
Elise stotterte und wurde über und über rot.
„Ihr müsst doch gemerkt haben“, verlegen brach sie ab.
„Was müsste ich gemerkt haben?“ fragte er.
Merlin genoss dieses Spielchen zu sehr.
„Bitte Ihr wisst genau was ich meine“, versuchte Elise auszuweichen.
„Nein ich weiß nicht was du meinst, du musst es mir schon sagen“, neckte er sie.
Elise schluckte und wurde über und über rot.
„Vergesst es einfach“, flüsterte sie, mehr dieser Demütigungen ertrug sie einfach nicht.
Außerdem wollte die Antwort nicht über ihre Lippen. Aber Merlin würde sie so nicht entkommen lassen.
„Nein ich werde es nicht vergessen, also was müsste ich gespürt oder bemerkt haben. Oder muss ich es mit der Peitsche aus dir heraus kitzeln?“ fragte er leise.
Ein Schauder lief über Elise als sie sah, wie er die Peitsche an seiner Seite berührte. Ob dieser Schauer vor Angst oder vor Begehren war, konnte sie in diesem Moment selbst nicht sagen. Sie schloss die Augen.
„Ihr müsst bemerkt haben, dass es mich erregt“, brachte sie leise hervor.
Merlin sah einen Moment auf die Frau neben ihm, die krampfhaft ihre Augen geschlossen hielt. Und ihm kam die Frage ob sie jetzt überall so rot war, wie in ihrem schönen Gesicht. Lachend nahm er ihr Kinn in die Hand. „Sieh mich an.“
Doch Elise schüttelte nur den Kopf. Schnell fuhr Merlins Hand in ihre Haare und zog so ihren Kopf ins Genick. „Sieh…..mich….an“, forderte er hart.
Elise öffnete die Augen und sah ihm direkt ins Gesicht. Zu ihrem Erstaunen lächelte er.
„Natürlich habe ich es bemerkt, sonst hätte ich es nach dem ersten symbolischen Schlag gut sein lassen“, sagte Merlin breit grinsend und Elise hätte ihm am liebsten ins Gesicht geschlagen.
„Schau mich nicht so böse an, Liebste“, lachte Merlin und küsste sie, während seine Hand ihren Kopf schmerzhaft nach hinten gebogen hielt.
Dann ließ er ihre Haare los, um sie an beiden Händen hochzuziehen. Schnell hatte er ein Seil um ihre Handgelenke gezogen und ehe Elise auch nur protestieren konnte, stand sie mit nach oben gefesselten Händen vor ihm. Der Deckenbalken war für Merlins Zwecke ausgezeichnet.
„Was soll das? Bitte Ihr habt Euren Spaß gehabt, Herr.“
Sie verwendete extra die übliche Anrede für die Familie des Königs. „Lasst mich gehen.“
Elise schlug sogar ihre Augen nieder, aber Merlin lachte sie nur aus.
„Du hast meine Hand akzeptiert und jetzt willst Du kneifen?“
Elises Kopf schoss nach oben und sie sah ihn ungläubig an.
„Ich dachte, es wäre ein Spiel, etwas um meine Verfehlung wieder gut zu machen….etwas um…ich meine….Ihr könnt doch nicht…“
Langsam verstummte sie.
„Ich kann was nicht, dich begehren? Dich zu meiner Frau wollen?“
Er stand direkt vor ihr und seine Peitsche streichelte über ihren Körper. „Oh doch meine kleine Elise. Ich kann alles das!“
Elise schüttelte noch immer den Kopf.
„Das ist doch ein übler Scherz, Ihr könnte mich doch nicht ehelichen wollen. Ich bin nur eine Gräfin. Bitte treibt eure Späße mit jemand anderem“, bat sie flehentlich.
Doch Merlin sah sie nur schweigend an.
„Ich will dich, Elise, keine andere.“
Er öffnete ihr Mieder und entblößte ihren Rücken.
„Still jetzt“, fuhr er sie an, als sie protestieren wollte. „Ihr habt noch eine Strafe zu erwarten, denn in meiner Gegenwart quält niemand ein Tier!“
Elise zuckte zusammen, erst wollte sie empört protestieren, doch dann fiel ihr ihre grobe Zügelführung ein. Es war nicht ihre Art, aber sie war so wütend gewesen. Merlin hatte Recht, sie hatte eine Strafe verdient und so schwieg sie und senkte den Kopf.
„Gut so“, flüsterte Merlin, packte ihre Haare und drehte ihren Kopf so, dass sie ihn ansehen musste.
Dann küsste er sie, schmeckte sie mit all seinen Sinnen. Seine Zunge fuhr zärtlich in ihren Mund, neckte sie. Spielte mit ihr und schockierte sie, ebenso wie er sie erregte. Er ließ von ihr ab, zog ihren Rock herunter, so dass er sich zu ihren Füßen bauschte und trat einen Schritt zurück.
Elise spürte wie die Stränge der Peitsche über ihren Rücken strichen und erschauderte. Angst machte sich in ihr breit, ebenso wie Lust. Sie stand verkrampft da, den ersten Streich erwartend, doch die Peitsche streichelte weiter. Erst als sie sich ein wenig entspannte, kam der erste Schlag. Die Peitsche biss in ihr weiches Fleisch, zog einen roten Striemen über ihre Pobacken.
Elise biss die Zähne zusammen und merkte doch wie dieser Schmerz sie noch mehr erregte. Wieder folgte ein Streicheln mit der Peitsche und ein weiterer Schlag. Die Abstände wurden kürzer, aber Elise merkte es nicht mal wirklich. Sie fühlte sich, als ob sie fliegen würde, ergab sich dem Schmerz und der Lust. Zählte nicht mal mehr die Schläge, merkte nur, wie sich in ihr alles vor Lust zusammen zog und sie mit einem lauten Schrei kam.
Merlin lächelte in sich hinein. Ihr erster Orgasmus den eine Peitsche ihr gewährte. Schnell befreite er sie von den Fesseln und nahm sie fest in die Arme. Er trug sie zum Bett rüber und legte sie hin. Streichelnd zog er mit den Fingern die Striemen nach, ganz sachte. Elise lag mit geschlossenen Augen auf seinem Bett und brauchte einige Zeit, um zu verstehen, was da genau passiert war.
„Du musst dich wieder anziehen, Süße“, flüsterte Merlin nach einiger Zeit.
Elise sah ihn an und nickte, aber sie bewegte sich nicht. Zu viel tobte in ihrem Kopf. Merlin zog sie hoch.
„Los jetzt, du musst dich anziehen und wieder in deine Kammer. Es sei denn du willst heute hier übernachten und deine Jungfernschaft verlieren.“
Elise wachte schlagartig aus ihren Träumen auf.
„Das würdet Ihr nicht“, doch dann verstummte sie.
Merlin hatte schon so viel mehr gewagt und in seinen Augen stand deutlich die Warnung ihn nicht zu reizen. Elise senkte den Blick.
 „Verzeiht mir, ich muss mich doch erst daran gewöhnen, dass Ihr alles tut, was ihr wollt.“
Merlin lachte und reichte ihr den Rock, ehe er sich daran machte ihr das Mieder zu schnüren. Dann brachte er sie zu ihrer Kammer.
„Ab morgen wirst du unter deinen Röcken nackt sein, es sei denn du hast dein monatliches Unwohlsein“, flüsterte er ihr zum Abschied ins Ohr.
„Und wenn ich das nächste Mal sage, dass du nur noch reden darfst, wenn ich es erlaube, dann halt dich dran. Ich werde nicht immer so nachgiebig sein.“
Elise sah ihn ungläubig an. Doch Merlin küsste ihr die Hand und ging. Elise wusste wahrlich nicht was sie davon halten sollte und so lag sie grübelnd in ihrem Bett. An Schlaf war nicht zu denken, die Striemen auf ihrem Rücken und ihrem Hinterteil quälten sie, allerdings nicht halb so sehr, wie ihre Gefühle und ihre Gedanken. Was wenn er ihr doch nur eine Lektion erteilen wollte? Was wenn er mit dem Geschehenen hausieren ging? Dann würde keiner mehr etwas mit ihr zu tun haben wollen. Aber hatte sie ihn in den Jahren, die er hier war nicht als schweigsam und zuverlässig kennen gelernt? Hatte sie ihn überhaupt kennen gelernt? Und als sie seine Hand akzeptiert hatte, war das alles ernst gemeint gewesen? Elise riss die Augen auf, als ihr klar wurde, was sie da akzeptiert hatte.
Aber gab es ein Zurück? Wollte sie nach den Erfahrungen zurück? Wenn sie ehrlich war, wollte sie das nicht. Wenn sie ehrlich war, sehnte sie sich jetzt schon wieder nach seiner Nähe und seiner Dominanz. Wie sehr hatten sie die anderen Männer am Hofe gelangweilt, als sie dort zu Besuch war. Aber auch alle Männer, die jemals um ihre Hand angehalten hatten oder ihr den Hof gemacht hatten, waren vor ihr gekrochen. Jeder war vor ihren blitzenden Augen in Deckung gegangen, bereit sich jederzeit zu unterwerfen.
Die Sonne schien bereits, als heftig an ihre Kammertür gepocht wurde. Irgendwann in der Nacht musste Elise also doch eingeschlafen sein. Schnell stand sie auf und zog sich etwas über, damit sie die Tür öffnen konnte. Doch ehe sie fertig war, flog die Tür auf und Merlin stand im Raum.
„Du schläfst noch?“ fragte er mit hochgezogenen Augenbrauen.
„Ja Ihr habt mich geweckt, Herr“, antwortete Elise mit blitzenden Augen.
Wütend über so viel Schamlosigkeit einfach in das Zimmer einer Jungfrau zu poltern.
„Ich konnte in der Nacht keinen Schlaf finden, mich plagte mein Rücken“, zischte sie zweideutig.
Aber Merlin lachte nur laut heraus.
„Dein Rücken oder eine Stelle tiefer?“ flüsterte er ihr ins Ohr.
Elise wollte schon nach ihm schlagen, als er ihr warnend in die Augen sah.
„Ich erwarte dich gleich zum Frühstück und denk daran, was ich dir gesagt habe“.
Damit war er auch schon wieder aus ihrer Kammer und Elise blickte verdutzt die Tür an. Schnell wusch sie sich und kleidete sich an, um ihm am hohen Tisch Gesellschaft zu leisten. Wie er befohlen hatte, trug sie nichts unter dem Kleid und fühlte sich, als ob alle es sehen könnten. Siedendheiß fiel ihr ein, dass ja auch Herzog Lito noch anwesend war und eine tiefe Röte breitete sich über ihrem Gesicht aus. Sie eilte zum hohen Tisch, begrüßte den Herzog mit einem Knicks und blieb einen Moment vor Merlin stehen.
„Bitte meine liebe Gräfin setzt Euch doch.“
Elise gehorchte, auch wenn sie in dem Moment lieber stehen geblieben wäre. Sie konnte jeden einzelnen Striemen auf ihrem Hintern spüren, was sie gleich wieder erregte. Verlegen sah sie sich um, ob jemand sie durchschaut hätte und atmete aus, dass alle wie gewohnt ihren Beschäftigungen nachgingen. Doch dann blieb ihr Blick auf Merlins breitem Grinsen hängen und ihr wurde klar, dass er genau wusste was mit ihr los war. Unsicher rutschte Elise auf ihrem Stuhl herum, doch das verstärkte die Schmerzen, was wiederum ihre Erregung erhöhte.
Elise ließ einen undamenhaften Seufzer hören und schluckte sofort. Sie saß mit einem Herzog am Tisch und nicht nur mit irgendeinem, sondern mit dem Bruder des Königs. Das Frühstück zog sich in die Länge und Elise dachte schon, dass es nie vorbei gehen würde, als sie die Hand von Merlin auf ihrem Oberschenkel spürte. Verwirrt sah sie ihn an, aber er lächelte nur, als ob es das Natürlichste der Welt wäre. Elise fühlte sich als ob seine Finger direkt auf ihrem nackten Schenkel liegen würden und sie erinnerte sich nur zu gut daran, was seine Finger bewerkstelligen konnten. Vorsichtig versuchte sie ihm auszuweichen, was ihr einen leichten Schlag einbrachte und ein noch breiteres Grinsen von Merlin.
Nach dem Frühstück verabschiedete sich Herzog Lito herzlich von Elise und Merlin. Er musste zu seinen Staatsgeschäften zurück und drückte die Hoffnung aus, dass man sich bald am Hofe wiedersehen würde. Doch dann sah er Merlin an.
„Sei vorsichtig, auch wenn du zurück kommen willst, ich will nicht noch meinen einzigen Enkel verlieren.“
Damit drückte der Herzog seinen Enkel an sich und Elise konnte sehen, wie sich das alte Gesicht vor Sorgen verzog. Auch sie wurde herzlich umarmt und dann ritt der Herzog mit seinem Gefolge vom Burghof. Elise ließ den Arm sinken, mit dem sie dem Herzog hinterher gewunken hatte und drehte sich zu Merlin um.
„Bitte, sagt mir, was ist das für ein Gerede, dass Ihr in Gefahr seid?“ fragte sie und runzelte unwillkürlich die Stirn.
Merlin sah sie einen Moment an, dann zog er sie mit einem Arm an sich und mit dem anderen strich er fühlend über ihre Hinterpartie.
„Braves Mädchen, ich hätte nicht erwartet, dass du meinem Befehl folgst.“ Er überging ihre Frage einfach. „Und das nächste Mal möchte ich von dir die Worte mein Herr, hören.“
Elise atmete tief aus.
„Bitte Merlin, lasst dieses Spiel jetzt, ich möchte wissen, was mich erwartet.“
Sie sah ihn angstvoll an und packte mit einer Hand sein Wams. „Ich möchte Euch nicht verlieren“, flüsterte sie.Merlin sah ihr in die Augen und nickte.
„Es stimmt, du solltest wissen was dich erwartet. Aber es ist kein Spiel, mein Teure. Es ist meine Art zu leben!“Damit zog er sie rüber zum Turm in dem seine Greife lebten. Elise erinnerte sich an den letzten Streit den sie hier gehabt hatten. Merlin mochte es normalerweise nicht, wenn man sein Reich betrat und so hatte sie bisher kaum Gelegenheit gehabt die größeren Greife zu bewundern. Merlin strich einem Uhu über das Gefieder und hob ihn auf seinen Arm. Dann drehte er sich zu Elise um.
„Möchtest du ihn mal halten?“ fragte er und deutete auf einige Falknerhandschuhe, die neben der Tür hingen.

Elise sah auf den großen Vogel, sie war die wesentlich kleineren Falken gewohnt und so war sie unsicher. Doch dann holte sie sich einen Handschuh und ließ sich den Vogel auf den Arm setzen. Elise hatte das Gefühl, als ob die riesigen, orangefarbenen Augen direkt in ihre Seele blicken würden. Fasziniert strich sie dem Greif über das Gefieder.
„Er ist so wunderschön“, flüsterte sie.
Merlin lächelte, als er sah, wie vorsichtig Elise mit dem Tier umging. Also war sie doch nicht so hartherzig. Merlin nahm ihr das Tier wieder ab und setzte ihn auf eine Stange. Dann drehte er sich zu ihr um.
„Du möchtest also wissen, warum ich in Gefahr bin?“ fragte er ernst.
Elise nickte.
„Was weißt du über Herzog Lito?“ fragte Merlin sie.
Elise zuckte leicht mit den Schultern.
„Ich nehme an, das was alle über ihn wissen. Er ist der Bruder des Königs, hat eine Tochter, die mit einem schottischen Laird verheiratet ist. Seine Frau ist zusammen mit seinem Sohn und seiner Schwiegertochter vor einiger Zeit bei einem Unfall ums Leben gekommen.“
Sie sah unsicher auf Merlin, immerhin waren es seine Eltern, die diesen tragischen Unfall gehabt hatten. Gewitterwolken traten auf Merlins Gesicht und Elise wich vorsichtig einen Schritt zurück.
„Es war kein Unfall, es war feiger Mord. Und ich habe es deinem Vater zu verdanken, dass ich nicht mit in dieser Kutsche war. Und auch das ich heute noch lebe.“
Merlin trat ans Turmfenster und sah hinaus auf die sonnenbeschienenen Wiesen.
„Der König ist kinderlos und so wie es aussieht wird er es wohl auch bleiben. Also um es kurz zu machen, du stehst neben dem nächsten König.“