Leseprobe “Hostage Game”

Hier war es wieder feucht und kalt, aber Tom zog sie dicht an sich und irgendwie fühlte sie sich geborgen. Er verwirrte sie, durch diese Mischung aus Zärtlichkeit und Härte. Das hatte noch nie jemand geschafft. Sie war schon einmal entführt worden, aber damals hatte der Entführer sie nur bedroht und beleidigt und sie hatte überhaupt keine Gedanken daran verschwendet aufzugeben. Sky hoffte, dass es ihr auch dieses Mal gelang, aber sie ahnte, dass es anders kommen würde.
Tom deutete auf einen Hocker, der vor einem bequem aussehenden Sessel stand und sie setzte sich wie selbstverständlich auf den Sessel und grinste ihn frech an. Wenn er spielen wollte, gut dann würden sie spielen. Doch Tom ging auf diese Provokation überhaupt nicht ein. Er sah sie nur eindringlich an und Sky wurde es mulmig.
„Du solltest mich besser nicht reizen, mein kleiner Engel. Ich könnte versucht sein, dir wirklich weh zu tun”, sagte er und seine Stimme ließ eine Gänsehaut über ihren Rücken laufen.
Das hier war ein mehr als ebenbürtiger Gegner, dass musste sie einsehen. Doch sie hielt seinem Blick stand.
„Dann solltest du deine Befehle besser formulieren”, sagte sie mit einem hinreißenden Lächeln.
Tom schmunzelte. „Ich werde dir noch beibringen wo dein Platz ist, Engelchen.”
Dann packte er sie ziemlich unsanft an den Haaren und zerrte sie vor den Hocker. Hier ließ er sie los und setzte sich selbst auf den Sessel. Er sah sie liebevoll an, was so überhaupt nicht zu seinem Handeln passte. In Skys Augen waren Tränen und sie hatte das Gefühl, dass er ihr sämtliche Haare ausgerissen hätte. Aber er hielt lediglich ein paar Haare in seiner Hand, die er jetzt fallen ließ. Sie rappelte sich hoch und setzte sich auf den Hocker. Und das war wohl die größte Demütigung, dachte sie jedenfalls zu diesem Zeitpunkt. Tom drückte ihr ein Glas Wasser in die Hand.
„Trink, Kleines, du hast bestimmt Durst.”
Misstrauisch roch sie an dem Inhalt und beobachtete Tom aus den Augenwinkeln. Er lachte und nahm ihr das Glas aus der Hand, trank selbst einen Schluck und gab es ihr wieder.
„Überzeugt? Ich brauche dich nicht unter Drogen zu setzen, um Antworten zu bekommen. Ich bevorzuge andere Methoden”, er lächelte sie wieder mit dieser Mischung aus Sadismus und Zärtlichkeit an.
Sie trank ziemlich gierig, denn sie hatte schon seit Stunden nichts mehr bekommen. Dann musterte sie ihn wieder.
„Sag mal kenne ich dich nicht?” Fragte sie.
Tom lachte leise. „Kennen wäre zu viel gesagt, aber wir sind uns in der letzten Zeit öfters über den Weg gelaufen. Oder glaubst du ich bin so wahnsinnig jemandem ein Geheimnis entlocken zu wollen ohne ihn nicht wenigstens ein bisschen zu kennen?” fragte er zurück.
Sky schloss die Augen, damit hatte sie nicht gerechnet. Er war wirklich einzigartig. Die meisten hätten einfach auf Folter oder Drogen gesetzt und hätten den Code dann schon irgendwie bekommen, so dachten diese Leute jedenfalls.
„Ich weiß von dem missglückten Anschlag auf dich vor 4 Jahren, Kleines. Deine Entführer waren zu dumm, um mit dir umzugehen. Und sie haben eins vergessen.”
Sie sah ihn neugierig an.
„Deine Neigung und deine Sehnsucht die Führung abzugeben”, antwortete er auf ihren Blick hin und seine Hand streichelte über ihre nackten Brüste.
Sofort wurden die Nippel noch einen Tick härter, als sie wegen der Kälte schon waren. Und sie musste einen Seufzer unterdrücken. „Wie kommst du eigentlich auf das schmale Brett?” fragte Sky ihn und schaffte es alle Emotionen auszuschalten.
„Glaubst du wirklich, dass eine Frau, die nicht führen will eine solche Aufgabe bekommt?”
In diesem Augenblick wurden ihr seine warmen Hände auf ihren kalten Brüsten überdeutlich. Sky merkte, wie sie nass wurde und hätte sich selbst verfluchen können.
„Ja glaube ich, denn die kennen dich nicht so gut. Und im Alltag spielst du deine Rolle verdammt gut, Kleines”, antwortete er heiser und zog mit einem Finger eine Linie von ihren Brüsten bis zu ihrer Scham.
Kurz vorher zuckte sie zusammen und er sah sie belustigt an. Unruhig versuchte sie ihm auszuweichen.
„Warum willst du nicht, dass ich dich dort berühre, Engelchen?” fragt er sanft und ließ seinen Finger ein kleines Stückchen tiefer rutschen, so dass er genau auf ihren geschlossenen Schamlippen lag. Sky sah ihn nur verachtend an, aber tief in ihren Augen konnte er die wahre Antwort lesen.
„Du bist jetzt gerade so heiß, dass ich spüren würde, wie nass du bist, deshalb oder?” fragte Tom amüsiert.
Sky sprang auf und drehte ihm den Rücken zu. Sie taxierte den Raum und sah viele Möglichkeiten, wie er ihr wehtun könnte. Warum spielte er dann vorher dieses Spiel mit ihr? Vielleicht hörte er auf, wenn sie ihn einfach ignorierte. Doch noch ehe sie diesen Gedanken fertig gedacht hatte, spürte sie seine Hände auf ihren Schultern. Sky wurde sanft an seine Brust gedrückt und zärtlich von seinen Armen umschlungen.
„Du brauchst mir nicht zu antworten, ich kann alles in deinen Augen und an den Reaktionen deines Körpers ablesen”, flüsterte er ihr erregt ins Ohr.
Sky musste ihm Recht geben, aber das hätte ihr nie passieren dürfen. Wieso kannte dieser Fremde sie so gut? Sie konnte sich an ein paar zufällige Treffen beim Einkaufen und in der U-Bahn erinnern. Ein Anmachversuch in der Kneipe. Aber sie hatte nie genug mit ihm geredet, dass er sie jetzt so durchschauen konnte. Ihr Gehirn arbeitete fieberhaft, aber in dieser Umarmung war sie einfach nicht fähig klar zu denken.
„Kannst du mich bitte loslassen?” Fragte sie gereizt.
Er lachte ihr leicht ins Ohr. „Wenn du glaubst, dass ich dann weniger Macht über dich habe, bitte sehr.”
Und sofort war sie frei. Ein tiefes Bedauern machte sich in ihr breit und sie schloss schnell die Augen, ehe Tom auf die Idee kam sie anzusehen. Müde und verwirrt ließ sie sich wieder auf den Hocker fallen und schlug die Beine übereinander.
„So und jetzt du Held? Was jetzt? Probierst du es jetzt mit Schmerzen? Weil es mit der Verführungsnummer nicht geklappt hat?” Fragte sie höhnisch. Er sah ihr lange schweigend in die Augen.
„Ich glaube nicht, dass ich damit Erfolg hätte. Nicht bei einer dev-maso.” 
Sky zuckte zusammen, was ihm mehr verriet, als Worte sagen könnten. Nein sie konnte nicht abstreiten, dass sie Phantasien in dieser Richtung hatte. Und in dem Moment als sie ihm in die Augen sah, wusste sie dass er es auch wusste. Aber was wollte er tun? Wie wollte er sein Ziel erreichen und wie konnte sie sich davor schützen. Zitternd strich sie sich über die Arme und seufzte unbewusst auf.
Tom beobachtete sie noch immer und lächelte. „Ich habe dir versprochen, dass ich dir deinen Platz zeigen werde und dich dazu bringen werde, aus freiem Willen bei mir zu bleiben,” sagte er langsam und beobachtete jede ihrer Reaktionen.
„Und genau das werde ich tun, egal wie lange es dauert.” Er stand auf und hielt ihr die Hand hin.
„Komm her, Engelchen.”
Sie stand auf und unterdrückte den Wunsch diese Hand zu nehmen. Tom lachte und legte trotz ihres Protests einen Arm um ihre Schultern. So führte er sie zu einer Liege. Mit verschränkten Armen blieb sie davor stehen, aber er brauchte dieses Mal nur einen Blick. Sky wusste, dass er sie zwingen würde, also sparte sie sich die Kraft und legte sich wie von ihm verlangt auf die Liege. Tom spreizte ihre Beine und legte ihr eine Spreizstange an, so dass sie ihre Schenkel jetzt nicht mehr schließen konnte und auch ihre Schamlippen geöffnet waren. Dann zwang er ihre Hände über ihren Kopf, denn jetzt wehrte Sky sich. Sie schämte sich so ausgeliefert vor ihm zu liegen, jeder seiner Aktionen ausgesetzt. Sky fühlte sich so hilflos wie noch nie in ihrem Leben und gleichzeitig merkte sie, wie sie noch nasser wurde. Was natürlich auch Tom nicht verborgen blieb. Er lächelte sie zärtlich an.
Aber Sky fühlte bei diesem Lächeln auch Angst, es war eine total verrückte Mischung aus Faszination, Angst, Hilflosigkeit, Wut und Vertrauen. Aber das war doch Wahnsinn, sie konnte diesem Menschen doch nicht vertrauen. Er war ihr Feind, sie musste ihn bekämpfen so lange sie konnte und stattdessen legte sie sich hier sogar noch freiwillig hin.
Tom hatte jetzt ihre Hände am Kopfende der Liege mit Handschellen festgekettet und stand an ihrer Seite. Langsam zeichneten seine Fingerspitzen ihre Gesichtszüge nach, glitten über ihre Wangen zu ihrem Hals, über ihre Kehle, was sie heftig schlucken ließ. Dann strichen sie so sanft über ihre Nippel, dass sie leise stöhnte. Er ließ keinen Zentimeter ihrer Vorderseite aus, strich über ihren Bauchnabel und dann über ihren Venushügel, langsam glitt er über ihre Oberschenkel bis zu den Fesselgelenken und dann an der Innenseite ihrer Schenkel wieder nach oben.
Sky hatte die Augen geschlossen, sie kam mit ihren eigenen Gefühlen nicht mehr klar und zum ersten Mal glaubte sie, dass er eine Chance hatte, sie wirklich zu besiegen. Tom strich mit einem Finger zärtlich über ihre Schamlippen und ließ den Finger dann dort liegen.
„Sag mir was ich wissen will, Kleines. Dann werde ich dich zur glücklichsten Frau der Welt machen”, flüsterte er heiser.
Sky schüttelte mit geschlossenen Augen den Kopf. Sie wusste nicht wie lange sie ihm standhalten konnte, aber sie würde es versuchen, so lange es eben ging.
Tom lächelte, er wäre enttäuscht gewesen, wenn sie jetzt schon nachgegeben hätte. Langsam glitt er mit seinem Finger in sie. Strich zart über ihre Perle und reizte sie, bis Sky laut stöhnte.
„So ist es gut, mein Engel, lass deinen Gefühlen freien Lauf, hier darfst du das”, hört sie seine heisere Stimme.
Dann zog er den Finger zurück und Sky öffnete enttäuscht die Augen. Begegnete seinem Blick und versuchte in seinen Augen zu lesen. Aber das konnte sie nicht, er verriet sich nicht, unterdrückte alle Gedanken und Emotionen. Er griff zu dem kleinen Tischchen, das neben der Liege stand und welches Sky erst jetzt bemerkte.
Entsetzt sah sie die vielen Dinge, die dort lagen, von einfachen Klammern bis hin zu Nadeln und Skalpellen. Sie schluckte und die Angst siegte, ihre Augen weiteten sich und sie sah auf Tom. „Ruhig mein Engel, ich werde nur so weit gehen, wie du es aushalten kannst. Ich werde dich nicht zerstören, ich will dich. Ich will, dass du mir gehörst”, sagte er und seine Stimme beruhigte sie etwas.
„Aber du willst das Codewort und ich werde es dir nicht geben können, Tom. Du wirst gezwungen sein, weit über meine Grenzen hinaus zu gehen”, brachte sie angstvoll hervor.
Dabei fiel ihr ein, dass sie ja nicht mal selbst wusste wo ihre Grenzen lagen. Tom streichelte ihr Gesicht und küsste sie zärtlich auf die Lippen.
„Dort wo Schmerz und Angst nichts mehr ausrichten können, ist die Lust ein besserer Verbündeter”, sagte er leise.
Sky begriff, aber sie konnte nichts dagegen tun. Sie wusste, dass er sie weder umbringen, noch verstümmeln würde, darin hatte er die Wahrheit gesagt, aber er würde sie versklaven. Nicht ihren Geist, aber ihren Körper. Sie bäumte sich in den Fesseln auf und versuchte ihre Hände mit Gewalt aus den Handschellen zu ziehen. Das durfte nicht geschehen, sie war immer für sich selbst verantwortlich gewesen und daran konnte sich nichts ändern.
Tom ließ sie einen Moment kämpfen, dann drückte er auf ihre Mitte und hielt sie so ruhig.
„Kleines, das bringt nichts, mach dich lieber mit dem Gedanken vertraut, dass du das bekommst, was du doch eigentlich möchtest. Entspann dich, mein Engel”, sagte er leise und sah ihr tief in die Augen.
Dann setzte er eine Krokodilklammer auf ihren rechten Nippel und Sky brüllte auf. Gleichzeitig merkte sie, wie ihr der Saft langsam die Oberschenkel lang lief. Aber ehe sie sich darüber Gedanken machen konnte, setzte Tom auch schon die zweite Klammer auf die linke Brustwarze und wieder durchschoss sie dieser Schmerz. Er küsste sie, senkte seine Zunge tief in ihren Mund, nahm ihren Schrei auf und streichelte mit sanften Bewegungen erst die linke, dann die rechte Brust, um ihr etwas von dem Schmerz zu nehmen. Dann trat er einen Schritt zurück und zog sich das Sweat-Shirt über den Kopf. Was Sky dort sah, gefiel ihr. Aber in dieser Situation war es schon idiotisch den Körper des Peinigers zu bewundern. Tom wischte sich mit der Hand über die Stirn und Sky wunderte sich, warum ihm so heiß war.