Elementals - Gezähmtes Feuer

Katrin riss gerade die Türe auf, als ihre Eltern aus dem Auto stiegen und sich unsicher umsahen. Sofort lief sie zu ihrer Mutter und umarmte sie stürmisch. Auch ihren Vater nahm sie in die Arme, dann strahlte sie die beiden an. Es war schon eine ganze Zeitlang her, seit sie sich das letzte Mal gesehen hatten.

Boris stand an der Tür und gab seiner Liebsten etwas Zeit, um ihre Leute zu begrüßen. Er hoffte, dass sie nicht so entsetzt waren, wie ihre Mienen zeigten.

„Dein Freund arbeitet also für den Präsidenten?“, fragte ihr Vater leise und ein wenig hoffnungsvoll.

Katrin wandte sich verlegen, wobei sie ihm endlich in die Augen sah.

„Nicht wirklich“, begann sie.

Ein ersticktes Aufkeuchen ihrer Mutter ließ sie innehalten, denn diese hatte Boris an der Haustüre entdeckte.

„Wir sollten schleunigst wieder gehen, ehe er uns verhaften lässt“, flüsterte sie mit einem Kopfnicken auf den Präsidenten.

Verzweifelt sah Katrin von ihren Eltern auf ihren Herrn und bat ihn mit ihrem Blick um Hilfe. Ihre Mutter sah ihre Tochter jetzt eindringlich an und auch ihr Vater trat unbehaglich von einem Fuß auf den anderen.

„Lasst uns erst mal reingehen“, schlug Katrin vor und zeigte auf den Eingang.

Ihre Mutter sah sie an, als ob sie den Verstand verloren hätte und ihr Vater schüttelte langsam den Kopf.

„Er sieht nicht so aus, als ob er das möchte und dein Freund wird bestimmt rauskommen können, egal welche Position er hier innehat“, hielt ihr Vater ihr entgegen.

In dem Moment trat Boris zu der kleinen Gruppe und begrüßte zuerst Katrins Mutter und dann ihren Vater herzlich. Sofort erkannte die ältere Frau die Stimme und ihre Augen weiteten sich.

„Ich hab doch gesagt, dass mein Freund nicht für den Präsidenten arbeitet“, murrte sie leise, während sie jetzt langsam auf den Eingang zugingen.

„Du hast aber vergessen zu erwähnen, dass er der Präsident ist“, zischte ihr Vater ihr ins Ohr.

Boris musste ein Grinsen unterdrücken, denn er war davon überzeugt, dass auch Katrins Eltern ihn bald in einem anderen Licht sehen würden. Er war gar nicht so furchteinflößend, wie die Presse ihn ständig darstellte.

Zusammen betraten sie das Wohnzimmer und Boris bot den beiden älteren Leuten einen Wodka an. Katrins Vater nahm das Angebot dankbar an und erhielt augenblicklich einen ermahnenden Blick von seiner Frau, doch dieser Schock saß ihm zu tief in den Knochen.

Katrins Mutter lehnte dankend ab und bat stattdessen um ein Glas Wasser, was ihr sofort gebracht wurde. Immer wieder sah sie zu ihrer Tochter und man sah ihre Fragen deutlich in ihrer Mimik. Sie konnte sich so überhaupt nicht erklären, wie ihre Tochter an den Präsidenten geraten war.

„Es freut mich, dass sie so schnell Zeit hatten“, begann Boris und deutete auf die Couch. „Nehmen sie doch Platz.“
Vorsichtig setzten sich die beiden und seine Sklavin wollte sich zu ihnen setzen, aber er nahm liebevoll ihre Hand und zog sie an seine Seite. So ließ sie sich notgedrungen neben ihn auf das Sofa fallen, ihren Eltern gegenüber.

„Wieso habt ihr eigentlich heute Zeit?“, platzte Katrin heraus, denn diese Frage bereitete ihr schon eine ganze Weile Kopfzerbrechen.

„Die Überstunden werden nicht mehr ausgezahlt, sondern wir müssen sie mit Freizeit abgelten“, meinte ihr Vater missmutig.

Die neue Regelung war belastend für die Familie, so mussten sie mit noch weniger auskommen. Wobei es die Situation auch nicht gerade angenehmer machte, da sie der Politik die Schuld gaben. Niemand zwang die Arbeitgeber, ihre Angestellten ordentlich zu entlohnen und so konnten sie froh sein, dass sie überhaupt Arbeit hatten. Auf der anderen Seite wollten die beiden Katrin natürlich diese Tour nicht vermasseln. Als Freundin des Präsidenten öffneten sich Türen, von denen sie nicht mal zu träumen wagten, außerdem war der Mann offensichtlich in ihre Tochter verliebt.

„Vielleicht kann ich“, weiter kam Boris nicht, denn Katrin zerquetschte ihm fast die Hand, um ihn am Weitersprechen zu hindern.

Erstaunt sah er sie an, aber er verstummte, da in dem Augenblick das Essen angekündigt wurde. Zusammen gingen sie ins Esszimmer und hofften, dass die Atmosphäre ein wenig auftauen würde, da im Moment eisiges Schweigen herrschte. Verlegen sah Katrin ihre Eltern an, in deren Augen nur unsichere Zurückhaltung und etliche Fragen standen.

Das Essen duftete herrlich und so griffen sie beherzt zu, allerdings kam kein wirkliches Gespräch zustande. In Katrin kochte es. Natürlich kannte sie die Situation ihrer Leute und sie wusste, dass die Politik hier vieles ändern könnte, doch war es wohl nicht die alleinige Schuld ihres Herrn. Als es nach dem Dessert nicht besser wurde, platzte ihr der Kragen.

„Verdammt noch mal ihr tut so, als ob Boris allein an eurer Misere schuld sei. Wenn es so einfach wäre, Gesetzte zu erlassen, dann hätte sich bestimmt schon einiges geändert“, rief sie aufgebracht und ließ den Löffel klirrend auf das Glasschälchen fallen.

Boris sah sie mit hochgezogener Augenbraue an, obwohl es ihn freute, dass sie seine Partei ergriff, war dieser Ton nicht im Mindesten angebracht.

„Du vergisst dich Katrin“, mahnte ihr Vater scharf und sah sie an.

„Ja, das tue ich und ihr solltet schnell lernen, dass nicht immer die Anderen schuld sind und dass das hier kein Mausoleum ist, in dem man nichts sagen darf. Anstatt euch für mich zu freuen, dass ich einen Partner gefunden habe, der sogar meine Eigenschaften akzeptiert, sitzt ihr da, als ob man euch beleidigt hätte“, rief sie.

Wütend drehte sie sich zu ihrem Herrn um und starrte ihn an.

„Und du? Bittest meine Eltern zum Essen, ohne ihnen mitzuteilen, wer du bist und vor allem, ohne es mit mir abzusprechen. War doch klar, dass es zum Supergau kommt“, fauchte sie.

„Katrin es reicht“, knurrte Boris, aber man hörte die Warnung deutlich heraus.

„Nein, es reicht noch lange nicht, ich bin kein kleines Kind mehr, was man mit einer hochgezogenen Augenbraue zur Räson bringt“, rief sie.

„Katrin ich sage es nicht noch mal, komm runter und beruhige dich“, warnte er wieder leise.

Das war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.

„Was? Sie klagen dich an, für Dinge, die du alleine nicht ändern kannst und jetzt ermahnst du mich?“, herrschte sie Boris an.

Ehe er etwas erwiderte, sprang sie auf und rannte zur Tür, dabei rechnete sie nicht mit seiner Schnelligkeit. Bevor sie die Klinke herunter drücken konnte, hatte er sie am Arm gepackt und zerrte sie aus dem Raum.

„Entschuldigen sie uns bitte einen Moment, ich muss da was mit ihrer Tochter klären“, sagte er über die Schulter, ehe die Tür hinter ihm zu fiel.

Ohne ein Wort, allerdings mit einem grimmigen Gesichtsausdruck, führte er sie bis zu seinem Schlafzimmer. Hier ließ er ihren Arm los und lehnte sich mit dem Rücken an die Tür.

„Lass mich einfach gehen“, fuhr sie ihn an, doch in ihren Augen glitzerte es verräterisch.

„Ich denke gar nicht daran und eigentlich wollte ich dir meine dunkle Seite schonender zeigen, aber das ist der perfekte Einstieg“, murmelte er.

Mit einem Satz war er bei ihr, und ehe sie sich versehen hatte, lag sie über seinem Knie, während er sie mit einer Hand locker an dem Platz hielt.

„Du hast dich mir gegenüber ziemlich dreist benommen und deine Eltern nicht respektiert. So ein Verhalten kann ich nicht dulden und damit du es weißt, ich werde dich in meinem Sinne erziehen“, teilte er ihr fast fröhlich mit.

Katrins Herz schlug ihr bis zum Hals, mit vielem hätte sie gerechnet, nur nicht, dass er sich in dieser Situation als ihr Herr und Meister zeigen würde. Aber egal wie wütend sie eben gewesen war, jetzt spürte sie die freudige Erregung sehr deutlich.

„Ich liebe dich“, flüsterte er.

Einen Moment überlegte er, ob er zurück könnte, doch ihm war klar, dass er schon zu weit gegangen war. Hart ließ er seine Hand auf ihren Hintern auftreffen, der noch von einer Jeans bedeckt war.

Sie strampelte und versuchte, von seinem Schoß zu rutschen, denn in dieser Sache fühlte sie sich einfach im Recht. Auch wenn die Leidenschaft sie bereits völlig im Griff hatte.

„Bleib ruhig liegen“, befahl er und schlug ein weiteres Mal zu.

Ein leises Stöhnen, halb Schmerz, halb Lust entfuhr Katrin und er brummte zufrieden. Ungeduldig zerrte er ihr die Hose zusammen mit der Unterhose runter, strich sanft über die zarte Haut, ehe er erneut kräftig zuschlug.

Jetzt sog sie die Luft schmerzhaft ein und stieß sie zischend aus, der Stoff hatte doch einiges gedämpft.

„Du wirst nie wieder in diesem Ton mit mir sprechen, wenn andere Menschen dabei sind“, gab er ihr die erste Regel.

Beschämt musste Katrin zugeben, dass sie sich wirklich vergessen hatte. In ihrer Wut vergaß sie, über ihr Benehmen und ihre Position nachzudenken. Ein Fehler, der ihr immer öfter passierte.

Erneut traf sie ein Schlag und sie zuckte zusammen, außerdem war es demütigend, hier mit heruntergelassener Hose auf seinen Beinen zu liegen, während er sie züchtigte. Zu allem Überfluss spürte sie auch noch, wie sie nass wurde. Damit war ihre Vermutung, dass sie masochistische Neigungen besaß, bestätigt.

Genüsslich schlug Boris zu, bis sich ihr Hintern heiß anfühlte und rot schimmerte. Der Sadist in ihm jubelte auf und er konnte sich ein breites Grinsen nicht verkneifen. Liebevoll strich er über die Fläche, die sich ihm so schön darbot.

Katrin lag mittlerweile ganz still über seinem Knie. Sie hielt die Augen fest geschlossen und genoss die sanften Berührungen, während sie hoffte, dass er die Nässe zwischen ihren Beinen nicht bemerkte.

Dummerweise hatte sie da die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn als ob er Gedanken lesen könnte, fuhr seine Hand zu ihrer intimsten Stelle.

Schnell biss sie sich auf die Lippen, um nicht lauf aufzustöhnen, als er ihre Schamlippen teilte und zärtlich ihre Klitoris berührte.

„Dir scheint es ja gefallen zu haben Prinzessin“, murmelte er zufrieden.

Verlangend drückte sie ihm ihr Becken entgegen und war ziemlich enttäuscht, als er sie mit einem leichten Klaps entließ. Fragend sah sie ihn an.

„Deine Eltern warten auf uns, da werde ich dich kaum vernaschen. Außerdem ist es eine viel bessere Strafe, denn die Schläge erregen dich zu sehr“, erklärte er grinsend.

Frustriert seufzte sie auf, ihr letzter Höhepunkt war bereits eine Weile her und sie war genau in diesem Moment so extrem erregt. Bittend sah sie ihren Herrn an, doch der stand schon an der Tür.

„Du solltest deine Kleidung richten. So kannst du unmöglich zu deinen Eltern zurück“, bemerkte er süffisant.

Augenblicklich färbten sich ihre Wangen in einem leuchtenden Rot und sie zog ihre Hosen zurecht. Die Situation war ihr unendlich peinlich, sie vergaß tatsächlich vor Lust ihren Aufzug, außerdem war sie kurz davor, zu betteln. Das war ihr auch noch nie passiert.

Als sie wieder ansehnlich hergerichtet war, legte Boris einen Arm um sie und sah ihr tief in die Augen.

„Ich hoffe, du hast deine Lektion gelernt und beherrscht dich das nächste Mal besser. Ich biete deinen Eltern jetzt meine Hilfe an, darüber hinaus werden wir über ihre Situation sprechen“, warnte er sie vor.

Ungläubig schüttelte sie den Kopf. Ihr Vater war stolz und würde sich nicht so ohne weiteres helfen lassen, außerdem konnte sie sich nicht vorstellen, wie das aussehen sollte. Allein der Versuch musste in einer Katastrophe enden.

Ehe sie sich gefangen hatte, legte sich ein Finger auf ihre Lippen.

„Vertrau mir einfach Katinka“, bat er.

Sein Kuss raubte ihr jede Gegenwehr und so ging sie mit ihm zu ihren Eltern, die ein wenig verwirrt auf sie blickten, doch ihr strahlendes Lächeln beruhigte sie etwas.

„Entschuldigt meinen Ausbruch von vorhin“, murmelte sie zerknirscht.

Die älteren Leute nickten leicht und beobachteten ihre Tochter mit Argusaugen.

Boris lächelte in die Runde, hielt sein Eigentum an der Hand und blieb in der offenen Tür stehen.

„Lassen sie uns ins Wohnzimmer gehen, da ist es bequemer“, schlug er vor und gemeinsam gingen sie ins andere Zimmer. Höflich bot er ihnen einen Platz an und kam direkt auf das Thema zu sprechen, welches allen offensichtlich am Herzen lag.

„Ich habe den Eindruck, dass sie mich für ihre Lage mitverantwortlich machen und daher würde ich gerne darüber sprechen“, begann Boris vorsichtig.

Sofort zuckten die beiden zusammen und schüttelten den Kopf.

„Nichts läge uns ferner, als ihnen die Schuld an den schlechten Löhnen oder Ungerechtigkeiten der Arbeitgeber zu geben, Herr Präsident“, antwortete Katrins Mutter höflich.

Boris lehnte sich zurück und sah sie einen Moment nachdenklich an, ehe sein Blick auch zu Katrins Vater glitt. Die Mimik des Mannes sagte mehr als tausend Worte.

„Ich bitte sie nennen sie mich Boris. Wir sind hier völlig unter uns und ich kann nur etwas tun, wenn ich weiß, was los ist. Außerdem scheint ihr Mann anderer Meinung zu sein“, bemerkte er offen.

Iwan Stephanow zuckte ein wenig zusammen, als er sich so ertappt fühlte, doch schnell hob er den Kopf und hielt dem Blick des Präsidenten stand.

„In der Tat sehe ich das anders. Würden die Politiker nicht ständig wegsehen, könnten die Firmen die einfachen Leute nicht so ausnehmen“, behauptete er hart.

Über diesen Satz dachte Boris wieder einen Augenblick lang nach, dann nickte er.

„Sie haben Recht, dummerweise bin ich nicht in der Lage, im Alleingang Gesetze zu erlassen und im Moment stoße ich auf erbitterte Gegenwehr. Es gibt einige Änderungen, die ich durchsetzen will, doch wie gesagt, alleine kann ich das leider nicht“, erklärte er.

Ungläubig starrte Iwan ihn an, nicht sicher, ob er die Wahrheit sagte oder ihn nur auf seine Seite ziehen wollte. Boris bemerkte sein Misstrauen sofort und musste ein Grinsen unterdrücken, zumindest wusste er jetzt, woher sein Feuerkätzchen den Dickschädel hatte.

Besorgt sah Nadja von ihrem Mann auf den Präsidenten, auf keinen Fall wollte sie die Beziehung ihrer Tochter stören.

„Bitte Iwan, er hat Recht. Die Presse zerreißt sich das Maul über seine Jugend und die Opposition hackt ständig auf ihm herum“, versuchte sie zu schlichten.

Langsam entspannte sich Boris, denn ihm wurde klar, wie er Iwan Stephanow überzeugen könnte. Schnell stellte er ihm seine Ideen vor und verwickelte ihn in eine angeregte Diskussion, was möglich war.

Erstaunt sah Katrin von ihrem Vater auf ihre Mutter, die nur ratlos die Schultern hochzog. So hatte sie ihren Mann auch noch nicht gesehen, wie er begeistert mit dem Präsidenten beratschlagte, was verbesserungswürdig war.

Mit einem Zwinkern in Katrins Richtung ließ Boris mehr Wodka kommen und lächelte ihrer Mutter zu.

„Sollte euch das Gespräch langweilen, könnte Katrin ihnen das Haus zeigen“, schlug Boris vor.

Nadja überlegte einen Moment, ob es ratsam war, die Männer alleine zu lassen, dann willigte sie ein. Ihr brannten einige Fragen auf den Lippen, die sie aber nur stellen würde, wenn sie mit ihrer Tochter unter vier Augen sprach.

Widerwillig ging Katrin mit ihrer Mutter zur Tür, dabei sah sie Boris fragend an, doch der nickte ihr nur beruhigend zu.

Als die beiden Frauen in Katrins Zimmer standen, setzte sich Nadja auf den Stuhl vor der Frisierkommode und sah ihre Tochter an.

„Willst du mir nicht endlich mal sagen, was passiert ist?“, fragte sie.

Katrin seufzte auf und ließ sich auf das Bett fallen. Natürlich verstand sie ihre Mutter, dass diese wissen wollte, wie sie Boris kennengelernt hatte.

„Es ist eine lange Geschichte und endet mit der Hochzeit von Sam und Dimitri“, fing sie ausweichend an.

Ihre Mutter sah sie aufmunternd an und wartete ruhig auf den Bericht. Während Katrin erzählte, was in der vergangenen Woche geschehen war, taute Iwan langsam auf. Er hört dem Präsidenten aufmerksam zu und stellte seinen Standpunkt dar. Es war ja nicht so, dass er nicht genug Intelligenz besaß, um so ein Gespräch zu führen, nur verfügte er nicht über die Schulbildung, um studieren zu können. Und so blieb ihm nicht viel Auswahl, besonders in der jetzigen Situation. Unwillig musste er zugeben, dass Boris ihm gefiel, auch wenn es ihm bei dem Gedanken, dass seine Tochter mit so einem mächtigen Mann zusammen war, schauderte.

Es dauerte eine ganze Weile, ehe Mutter und Tochter zu den Männern zurückkehrten, die sich mittlerweile duzten und wohl einen gemeinsamen Nenner gefunden hatten.

„Du hattest Recht Katinka, er ist gar nicht so übel“, strahlte ihr Vater sie an.

Verdutzt sahen Nadja und Katrin von einem zum anderen. Ein so schneller Stimmungswechsel überraschte und erfreute sie.

Gegen Abend beauftragte Boris seinen Fahrer, dass er die beiden wieder nach Hause bringen sollte. Sie verabschiedeten sich herzlich und von der angespannten Stimmung war nichts mehr übrig.

„Ihr seid hier jederzeit willkommen“, versicherte der Präsident ihnen und auch Katrin umarmte ihre Eltern liebevoll.

Als das Auto die Ausfahrt verließ, gingen die beiden ins Wohnzimmer und Katrin ließ sich auf die Couch fallen.

„Das wäre überstanden“, murmelte sie mit einem Seufzer.

„Und war das jetzt so schlimm? Hast du wirklich geglaubt, dass ich deine Eltern mit der unguten Stimmung wieder fahren lasse?“, wollte Boris von ihr wissen.

Einen Augenblick überlegte sie, dann nickte sie zögernd.

„Ja schon, ich kenne meinen Vater und seine Meinung über die Regierung. Dich kann ich darin nicht gut genug einschätzen“, schob sie entschuldigend hinter her.

Er brummte gutmütig und zog sie an sich, doch ehe er ihr auch nur einen Kuss geben konnte, wurden Sam und Dimitri gemeldet.

Genervt sah er zur Tür und sein Freund lachte leise auf.

„Keine Sorge, wir holen nur schnell meine Sachen und sind wieder weg. Vielen Dank für alles“, beruhigte Dimitri ihn mit einem Blick auf die Frau in seinen Armen.

„So war es nicht gemeint“, widersprach Boris, aber die beiden winkten schon ab.

Kurz darauf verließen sie die Villa und Katrin war endlich mit ihrem Herrn alleine.

Liebevoll zog er sie an sich und strich ihr die Haare aus dem Gesicht.

„Ich liebe dich Milaschka“, flüsterte er ihr ins Ohr.

Sanft streiften seine Lippen über ihre und seine Hand packte besitzergreifend in ihren Nacken. Erregt öffnete sie den Mund und er folgte dieser Einladung zu gerne. Zärtlich erkundete er ihre Mundhöhle, kostete ihren Geschmack aus und genoss es, sie so willig und weich in seinen Armen zu halten.

Katrins Anspannung ließ nach und auch sie gab sich den Berührungen ihres Herrn hin, zumal sie noch zu sehr an seine Bestrafung denken musste. Natürlich verdiente sie jeden einzelnen Schlag, aber dass es sie so heiß machen würde, hätte sie nie gedacht.

„Jetzt bist du mir ausgeliefert“, flüsterte Boris ihr ins Ohr, als sein Mund sie wieder freigab.

Ein breites Grinsen umspielte seine Lippen und in seinen Augen sah sie ein Glitzern, welches ihr auch ein Schmunzeln entlockte.

„Und was willst du mit mir tun?“, erkundigte sie sich heiser.

Überlegen schüttelte er den Kopf und küsste sie erneut, diesen Abend wollte er auskosten. Es war in den letzten Tagen schwer genug gewesen, die Finger von ihr zu lassen.

Völlig außer Atem ließ er von ihr ab, sah sie verlangend an und zupfte dann am Saum ihres Pullis. Sie verstand ihn sofort, doch neckte sie ihn ein wenig, in dem sie sich verlegen weigerte. Für solche Spielchen hatte Boris im Moment keinen Sinn und so zog er ihr mit einem warnenden Brummen den Pulli aus.