Leseprobe “Die Sklavin des Zauberers”

 

Verkauft

 

Verwirrt öffnete Kathy die Augen und erschrak, denn außer einem undurchdringlichen Schwarz sah sie nichts. Außerdem konnte sie sich im ersten Moment an nichts erinnern. Nur ihr Kopf schmerzte höllisch.

Als sie die Hand heben wollte, um die schmerzende Stelle zu berühren, stellte sie fest, dass ihre Hände mit etwas zusammengebunden waren, das sich wie Kabelbinder anfühlte. Ebenso hatte man ihre Beine gefesselt.

Leise stöhnend ließ sie sich zurücksinken, sie musste in einem Albtraum gefangen sein. Bestimmt würde sie gleich wieder aufwachen, doch auch nach einer gefühlten Ewigkeit passierte nichts dergleichen.

Mühsam setzte Kathy sich auf und versuchte erneut irgendetwas zu erkennen, allerdings war es schlichtweg zu dunkel. Außerdem fühlte der Boden sich kalt und feucht an, wobei es modrig roch. Gerne hätte sie sich über die zitternden Arme gerieben, aber die Fesseln hielten sie davon ab.

Langsam kam ihre Erinnerung wieder. Sie hatte gestern oder war es vorgestern gewesen, mit ihrer Mutter und ihrem Stiefvater in der Küche gesessen. Jetzt nach dem Abitur und vor dem Studium konnte sie sich diesen Luxus leisten, einfach mal mit den beiden zu reden. Obwohl sie mit ihrem Stiefvater noch nie so wirklich gut zurechtgekommen war.

Er sah sie die ganze Zeit schon so lauernd an, dann klingelte es und ihre Mutter zuckte zusammen. Jetzt verstand sie warum, gestern, war es ihr nicht klar gewesen. Ihr Stiefvater öffnete und kam mit zwei Männern herein, die alles andere als vertrauenswürdig aussahen. Im Gegenteil die beiden machten einen schmutzigen Eindruck und benahmen sich ziemlich ungehobelt. Kaum waren sie in der Küche, packten sie Kathy und ihre Mutter fing an zu weinen.

Einen Augenblick musste sie überlegen, doch dann fiel ihr wieder ein, dass niemand ihr geholfen hatte, als sie aus dem Raum gezerrt wurde. Die Männer hatten im Hof geparkt und stießen sie in den Innenraum eines großen Transporters. Voller Angst wollte Kathy schreien, aber als sie den Mund öffnete, schob ihr jemand einen Lappen zwischen die Lippen. Wie eine Besessene wehrte sie sich, wurde aber schnell von den beiden Männern überwältigt. Das Gesicht ihres Stiefvaters erschien, als man ihr einen Kinnhaken verpasste, dann brach sie ohnmächtig zusammen. Jetzt wusste sie, woher die rasenden Kopfschmerzen kamen.

Leise stöhnend tastete sie sich auf Knien vorwärts, bis sie an eine Wand kam. Hier lehnte sie sich mit dem Rücken an und hoffte, dass sich das alles bald aufklären würde. Es konnte doch nicht sein, dass man sie entführte und weder ihre Mutter noch ihr Stiefvater etwas unternahmen, um ihr zu helfen.

Andererseits hatte ihr Stiefvater diese Männer hereingelassen und sie zu ihr geführt. Verwirrt überlegte sie, ob sie vielleichte ein Detail übersehen hatte, oder bildete sie sich nur ein, das Gesicht ihres Vaters in dem Transporter gesehen zu haben?

Angestrengt ließ Kathy den gestrigen Tag noch einmal Revue passieren. Nur eine logische Erklärung konnte sie nicht finden. Es sah ganz so aus, als ob ihr Stiefvater sie diesen Männern ausgeliefert hätte. Aber wieso hatte ihre Mutter das zugelassen?

In ihre Überlegungen hinein hörte sie Schritte auf den Raum zukommen. Schnell machte sie sich so klein wie möglich, damit man sie vielleicht übersah.

Die Tür sprang auf und Licht flutete in das Zimmer, sodass Kathy im ersten Moment überhaupt nichts erkennen konnte. Doch dann hob sie ruckartig die Hände vor ihre Augen, um die Helligkeit abzuwehren, die ihre Kopfschmerzen ins Unerträgliche steigerte.

„Sieh mal an, sie ist ja wach“, hört sie eine Stimme direkt vor sich.

Sie blinzelte durch ihre Finger und erkannte einen der Männer, an die sie ausgeliefert worden war.

„Lassen sie mich sofort gehen“, forderte Kathy, so energisch, wie sie konnte.

Der Typ vor ihr brach in lautes Lachen aus.

„Ist sie nicht herzallerliebst?“, spottete er, beugte er sich zu ihr runter und schob ihre Hände von ihren Augen.

„Wenn du nicht genau das tust, was wir dir sagen, dann wirst du den nächsten Tag nicht mehr erleben, klar?“, fragte er und hauchte ihr seinen Bieratem ins Gesicht.

Er war jetzt so nah, dass Kathy ihn genau erkannte, und obwohl ihr schlecht war vor Angst, nahm sie ihre ganze Kraft zusammen und boxte ihm mit ihren gefesselten Händen direkt auf die Nase.

So schnell sie konnte, sprang sie auf, kämpfte das Schwindelgefühl nieder und humpelte auf die Tür zu, nur um im nächsten Moment hart auf dem Boden aufzuschlagen.

Der Kumpan ihres Peinigers stand breitbeinig über ihr, während er sie durch eine Reihe verfaulter Zähne angrinste.

„Ganz langsam mein Täubchen, ohne unsere Erlaubnis gehst du nirgendwohin“, bemerkte er, dann gab er ihr eine schallende Ohrfeige.

„Verdammt Manni, wir müssen sie zähmen, sonst bekommen wir nicht halb so viel für sie, wie sie wert ist“, schimpfte der andere Mann, der sich mit blutender Nase wieder hochgerappelt hatte.

Beide standen sie vor ihr und Kathy hatte das Gefühl, etwas ziemlich Dummes getan zu haben.

Noch ehe sie diesen Gedanken zu Ende gedacht hatte, trat der Typ, den sie geschlagen hatte, ihr in den Magen.

Sie krümmte sich zusammen und Schmerz explodierte in ihr. Einen Augenblick glaubte sie sogar ohnmächtig zu werden, aber so einfach wollten ihre Entführer es ihr wohl doch nicht machen.

Manni zerrte sie auf die Beine, dabei sah er sie warnend an.

„Hier kannst du schreien so viel du willst, es wird dir nichts nutzen“, erklärte er ihr fast freundlich.

Er beugte sich hinunter und schnitt die Kabelbinder an ihren Fußgelenken auf, dann sah er sie wieder drohend an.

Kathy sah die beiden still an, aber ihre Augen blitzten zornig auf. Sie würde sich nicht einschüchtern lassen, darin hatte sie genug Erfahrung. Ihr Stiefvater hatte es regelmäßig versucht, besonders schlimm wurde er in betrunkenem Zustand.

Grob zerrte Manni sie aus dem Kellerloch und schob sie die Treppe rauf, während sein Kumpan ihnen fluchend folgte. Insgeheim freute sie sich, dass sie ihm so einen Schlag verpasst hatte, wenn doch nur ihr Magen nicht so fürchterlich brennen würde.

Als sie den oberen Flur, eines offensichtlich ziemlich maroden Einfamilienhauses, erreichten, sah Manni sie prüfend an.

„Wir werden ein hübsches Sümmchen für dich erzielen, dein Vater wird zufrieden mit uns sein“, bemerkte er grinsend.

„Aber zuerst sollten wir die Ware mal testen, wir können den Leuten doch nichts verkaufen, von dem wir nicht selbst überzeugt sind“, bestimmte der andere Entführer.

Erschrocken sah Kathy die beiden Männer an und Angst zeichnete sich auf ihrem Gesicht ab. Sie hatte keine Erfahrung, was das anging und jetzt wollten ihre Kidnapper sie vergewaltigen?

„Sei doch nicht blöd Karl, ihr Vater hat uns versichert, dass sie noch Jungfrau ist. Was glaubst du, was die Leute auf der Versteigerung für sie zahlen, wenn du diesen Vorteil zerstörst?“, blaffte Manni ihn an.

Vorsichtig wich sie einen Schritt zurück, wer wusste schon, was die beiden als Nächstes vorhatten?

Aber Karl nickte nur leicht, packte sie dann am Arm und zerrte sie mit sich in eins der Zimmer. Hier schubste er sie angewidert von sich.

„Du wirst lernen zu gehorchen, und zwar sehr schnell. Es liegt an dir, wie schmerzhaft es wird“, erklärte Manni ihr.

Kathy zog es vor, nicht darauf zu antworten. Beide Männer traten einen Schritt auf sie zu und sie wich zurück, bis sie mit den Beinen an ein Bett stieß.

Manni schloss die Tür und zog den Schlüssel ab, den er breit grinsend in seine Hosentasche schob.

In dem Zimmer gab es nicht viel, außer einem Bett, einem Stuhl, einem halb zerfallenen Schrank und einem klapprigen Tisch, sah sie noch ein kaputtes Waschbecken. Die Tapeten hingen in Fetzen herunter und anstatt einer Lampe befand sich nur eine Glühbirne an der Decke, die den Raum spärlich beleuchtete. Die Fenster hatte man von außen zugenagelt, damit war dieser Fluchtweg ausgeschlossen.

Karl gab ihr einen leichten Schubs und Kathy fiel auf das Bett, dessen Bezug auch schon bessere Tage gesehen hatte. Einen Moment sah er sie nachdenklich an, dann grinste er breit.

„Wir können bestimmt ein wenig unseren Spaß mit ihr haben, ohne ihren Wert zu mindern“, bemerkte er spöttisch.

„Sag ich doch, wir müssen ihr zumindest die Grundbegriffe beibringen, sonst bringt sie ihr neuer Besitzer noch zurück“, stimmte Manni mit einem widerlichen Lächeln zu.

Mit angstvoll aufgerissenen Augen kroch Kathy auf dem Bett von den Männern weg, bis die Wand sie stoppte.

Manni nestelte schon an seiner Hose herum und öffnete den Reisverschluss, während Karl sich auf die Matratze kniete und nach ihr griff.

Er schnitt ihr die Kabelbinder an den Händen durch, zog ihr die Handgelenke auf den Rücken und hielt sie so fest.

„Wag es nicht zu beißen“, warnte er.

Manni hatte sein bestes Stück hervor geholt und hielt es ihr vor den Mund.

Kathy wusste genau, was dieser ekelhafte Kerl von ihr wollte, aber sie würde den Teufel tun. Auf keinen Fall würde sie ihm einen blasen. Hart biss sie die Zähne aufeinander und schüttelte den Kopf.

„Mach den Mund auf, Schlampe“, forderte ihr Entführer und presste seinen Penis gegen ihre Lippen.

Darauf reagierte sie gar nicht. Sie sah ihn nur ablehnend an.

Leider hatte sie nicht mit Karls Eingreifen gerechnet, denn der packte ihre Handgelenke mit einer Hand und drückte mit der anderen auf ihren Unterkiefer.

Ein stummer Zweikampf entstand, bei dem sie den Kürzeren zog. Die Schmerzen nahmen so überhand, dass sie dachte, ihr Kiefer würde brechen. In dem Augenblick, in dem sie den Mund öffnete, schob Manni auch schon seinen Penis hinein.

Genüsslich stieß er zu und schien sogar das Kratzen ihrer Zähne gut zu finden. Er stöhnte laut auf, dabei bewegte er sich immer heftiger, während Karl ihren Kopf und die Hände festhielt.